Kunstausstellung

Hannah Winkelbauer - Von Schwalben und sterbenden Schwänen


Die Gemälde von Hannah Winkelbauer stehen im Kontrast zum kirchlichen Kontext des „Kunstforum Raum 8“ im KHG_Gebäude direkt hinter der Hauptuniversität.

Zu sehen sind auf den Bildern der Serie „Von Schwalben und
sterbenden Schwänen“ Fußballer, festgehalten in Momenten des Flehens, Betens,
Weinens und der Ektase. Winkelbauers Motive sind theatralisch, pathetisch und
voller Inbrunst. Sowohl im Sport als auch in der Kunst geht es mitunter um
Verehrung von Göttern oder gottgleichen Helden.

Winkelbauers Bilder thematisieren genau das: Leidenschaft, Emotion und Gebet aus der profanen
Umgebung des Sports, übertragen in die Kunst und auf Leinwand gebannt.
Die Künstlerin, die Pressefotos von Fußballspielen als Vorlagen für ihre
fotorealistische Malerei zur Hand nimmt, spielt mit der Spannung zwischen
diesen scheinbar unmännlichen Posen und dem so männlichen Fußballsport.
Winkelbauer wirft einen hintergründig-ironischen Bick auf die Bilder der
betenden, weinenden und flehenden Männer: „(...) das ungenierte Vorzeigen
von – resignativen – Emotionen, von Verzweiflung, das Weinen und Klagen.

Eben diese Momente arbeitet Winkelbauer heraus, vor reduziertem Hintergrund, der ihre dramatische Wirkung verstärkt. Und plötzlich erscheinen die Nationalhelden nicht mehr ganz so heroisch, sondern als Ausdrucksträger der Warburgschen „Pathosformeln“. Bloß, dass es dabei nicht wie bei den Alten Meistern und in der Antike um Leben und Tod geht – sondern bloß um ein Spiel”

aus „Unmännliche Pathosformeln” von Nina Schedlmayer.


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