Theater

Hamlet, Ophelia und die anderen



Auch ohne Feind hat Jugend innern Streit. Die Jugendlichen verfangen sich im Netz aus Manipulation, Lüge und Staatsraison: Hamlets Schulfreunde und Ophelias Bruder müssen ihre Arrangements mit der Erwachsenenwelt bitter bezahlen.

Ein heranwachsender junger Mann aus sehr guter Familie: Die letzten Jahre hat er weit weg von zu Hause verbracht, an einer renommierten Schule, die ihn auch auf seine späteren Pflichten vorbereiten soll. Mittlerweile ist er wieder zu Hause – sein Vater ist tot, seine Mutter hat nach nur sehr kurzer Zeit dessen Bruder geheiratet, der nun die Staatsgeschäfte führt. Der junge Mann misstraut dem Idyll der neuen Familie, und der tote Vater – Wahnbild? Geist? – nährt den bösen Verdacht.

Eine heranwachsende junge Frau aus guter Familie: Sie ist in den jungen Mann verliebt, und er, so scheint es, auch in sie. Doch ihr Vater warnt sie vor einer Beziehung, die aufgrund der Standesunterschiede keine Zukunft hat. Zutiefst verunsichert, lässt sie sich zum Werkzeug einer bösen Intrige der Erwachsenen machen – jener Erwachsenen, denen jedes Mittel recht ist, um ihre Macht zu vermehren und ihren Status zu erhalten. Die mehr als sprichwörtlichen Leichen im Keller müssen stets aufs Neue verdrängt und ein Hinterfragen des Systems unterbunden werden.

Die Jugendlichen verfangen sich im Netz aus Manipulation, Lüge und Staatsraison: Hamlets Schulfreunde und Ophelias Bruder müssen ihre Arrangements mit der Erwachsenenwelt bitter bezahlen, Ophelia flieht in den Wahnsinn und Hamlet wird vom Konflikt zwischen Rachedurst, moralischen Skrupeln und Weltekel aufgerieben. Hätten sie eine Chance, der tödlichen Spirale zu entkommen?

Ab 14 Jahren.

von Cornelia Rainer und Stephan Lack nach William Shakespeare

  • Do., 25.01.2018

    18:00 - 19:45
  • Fr., 26.01.2018

    19:00 - 20:45