Theater

Hamlet


Helsingör, im Staate Dänemark, Prinz Hamlet kehrt vom Studium in Wittenberg an den Hof zurück. Sein Vater, König von Dänemark, ist gestorben. Dessen Bruder Claudius hat Hamlets Mutter Gertrud geheiratet und ist der neue König. Der Geist von Hamlets Vaters erscheint des Nachts und enthüllt seinem Sohn, dass er von Claudius heimtückisch ermordet wurde. Der Prinz schwört Rache. Er stellt sich wahnsinnig – und treibt damit Ophelia, die Hamlet liebt, tatsächlich in den Wahnsinn.

Hamlets Innenwelt gerät ebenso sehr aus den Fugen wie die Welt um ihn herum. Mit einer Schauspielertruppe, die ein Stück am Hofe aufführt, entlarvt er das Verbrechen des Königs an seinem Vater. Claudius wehrt sich. Derweil werden im Hintergrund unüberhörbar die Kriegstrommeln gerührt. Am Ende der Tragödie stehen der Tod, das Schweigen – und Fortinbras, der kriegerische Usurpator aus Norwegen.

Das gewaltige, auch sprachlich explosive Bewusstsein des Dänenprinzen in Shakespeares 1603 erstmals gedruckter Tragödie sprengt den üblichen Rahmen eines Theaterstücks. Die „intelligenteste Gestalt der gesamten Literatur“ (Harold Bloom) oszilliert unablässig zwischen Tat und Kontemplation, ratio und irratio, Wahn und Sinn, Sein und Nichtsein und entwickelt dadurch eine ungeheure Kraft.

Hamlet, Prinz von Dänemark - August Diehl
Geist von Hamlets Vater, vormaliger König Hamlet von Dänemark - Hans-Michael Rehberg
Claudius, König von Dänemark, Bruder des vormaligen Königs von Dänemark - Roland Koch
Gertrud, Königin von Dänemark, Hamlets Mutter und seines Vaters Witwe - Andrea Clausen
Polonius, König Claudius' Oberkämmerer - Udo Samel
Laertes, Polonius' Sohn - Albrecht Abraham Schuch
Ophelia, Polonius' Tochter - Wiebke Mollenhauer, Elisabeth Orth
Reinhold, Diener des Polonius - Sven Dolinski
Horatio, Hamlets Freund - Markus Meyer
Rosenkranz, Hamlets ehemaliger Schulfreund - Daniel Sträßer
Güldenstein, Hamlets ehemaliger Schulfreund - Moritz Schulze
Voltimand, Gesandter nach Norwegen beauftragt - Peter Matić
Cornelius, Gesandter nach Norwegen beauftragt - Marcus Kiepe
Bernardo, Wachsoldat - Bernd Birkhahn
Francisco, Wachsoldat - Marcus Kiepe
Marcellus, Wachsoldat - Dietmar König
Osrick, ein Hofmann - Dietmar König

Regie: Andrea Breth
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme: Moidele Bickel
Komposition: Wolfgang Mitterer
Fechtszenen: Klaus Figge, Daniel Jesch
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Klaus Missbach


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