Theater

Häusliche Gewalt Wien


In Häusliche Gewalt Wien setzt der schwedische Künstler Markus Öhrn seine düstere und verstörende Expedition in die Abgründe heteronormativer, patriarchaler Gesellschaften fort. Ausgangspunkt dieser Reise ist seine Theaterarbeit Conte d’Amour, die bei den Wiener Festwochen 2012 für Aufsehen sorgte. Der Fall Fritzl diente ihm damals als Modell für die Reflexion über häusliche Gewalttaten, deren Wurzeln er in einer Ideologie bedingungsloser, romantischer Liebe sieht.

Mit der Uraufführung seiner neuen Arbeit führt er diese Auseinandersetzung weiter und nimmt vor Gericht verhandelte Missbrauchsfälle in Wien als Vorlage. Ein grausames Theater reproduziert Situationen körperlicher Bedrohung, denen Frauen in Beziehungen ausgesetzt sein können. Die durative, mehrstündige Performance steigert sich zu einer unentrinnbaren Spirale der Gewalt.


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