Pop / Rock

Gürtel Nightwalk: Dawa / Bulbul


DAWA (20h)
DAWA haben sich durch ihre unkonventionellen (großteils ausverkauften) Konzerte im Wiener Chelsea, B72, dem altehrwürdigen Radiokulturhaus, im Vorprogramm von Milow und The Cranberries und auf Liebhaber-Festivals, wie dem Seewiesenfest und dem Acoustic Lakeside, mehr als nur den Ruf eines Geheimtipps erspielt.
Die wohnzimmerähnliche Atmosphäre, die sie immer wieder schaffen – ob sie nun vor 10 oder 1000 Leuten spielen - sowie die immer wieder stattfindenden Outdoor-Konzerte auf diversen Plätzen, oder auch mal zu Fuß durch die Stadt ziehend, haben eine beachtliche Fangemeinde wachsen lassen. Eine Gitarre, ein Cello, ein Cajón und zwei außergewöhnliche Stimmen reichen aus, um klarzumachen, dass da etwas Großes, Neues in Wien entstanden ist. Entspannt und zugleich konzentriert, mit Leidenschaft und einer spürbaren, ursprünglichen Wut, mit Nachdenklichkeit und gesundem Optimismus, haben die vier MusikerInnen ein grandioses Album und mit "Relief" eine eindrucksvolle, erste Single vorgelegt. Die soulige Stimme John Dawas, die auf einzigartige Weise mit Barbara Wiesingers berührendem Gesang harmoniert, im Einklang mit dem impulsiven Cello-Spiel Laura Pudeleks und den lebendigen Rhythmen Norbert Krölls, lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Es gibt vieles, aber nichts das schon DAWA.
www.dawa-official.com
www.facebook.com/officialDAWA

BULBUL (21h)
Der stetige Spagat zwischen der Lust am funktionierenden Song und der Laune, eben diese Funktionalität beinahe schon mutwillig zu zerlegen - das ist BULBUL – ein Bastard voller Spielfreude, der sich vor einer saftigen Laissez-Faire-Attitüde hertreiben lässt. Hier geht alles: Pop, Rock, Noise, Avantgarde, Trash und Trailer Park genauso wie gediegene Sterneküche. Bulbul versprechen ebenso erstaunliche Eingänglichkeit wie verstörende Irrwitzigkeit - und sie halten dieses Versprechen auch. Die klassische Schublade Noise-Rock ist längst viel zu klein geworden für diese Band, die schon immer lieber auf einen gelungenen Lacher als auf einen Katharsis-Effekt gesetzt hat. Nur konsequent, dann auch den Schritt über den üblichen Kreis der üblichen Verdächtigen hinaus zu wagen. Und es viel lieber mal mit einem Produzenten namens Patrick Pulsinger zu versuchen, den man eigentlich doch eher vom Dancefloor her kennt. Um es klar zu sagen: Er hat viel erreicht. Er hat dem gewaltigen, gerne basslastigen Sound von bulbul einen bemerkenswerten Raum und eine beeindruckende Transparenz gegeben. Mit ihrem aktuellen Album „Hirn Fein Hacken" bewegen sich Raumschiff Engelmayr, Derhunt und DDKern intensiver denn je im Niemandsland zwischen Lärm und Pop, zwischen Sound und Song, zwischen Realität und Illusion.
www.bulbul.at


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