Klassik

Günter Federsel & seine philharmonischen Freunde


Eigentlich hätte Günter Federsel ja Violine lernen sollen, zumindest, wenn es nach den Eltern gegangen wäre. Aber daraus wurde nichts: Günter Federsel entschied sich für die Querflöte, sozusagen als Ausdruck einer persönlichen kleinen Revolution – dass er überhaupt ein Instrument spielen würde, war allerdings klar und durch die große Liebe zur Musik, die er von Kindesbeinen an verspürte, vorgezeichnet.

„Vivaldi war ein langweiliger Mensch, der ein und dasselbe Konzert 400mal komponierte!“ so das vernichtende Urteil von Igor Strawinsky. Weder das eine, noch das andere stimmt. Dass Vivaldi auch Dutzendware komponierte erstaunt wenig, schrieb er seine fast 5oo Solokonzerte doch ausschließlich für seine Schüler und so findet man auch für jedes mögliche und unmögliche Instrument zumindest ein Vivaldi-Konzert. Das Konzert für Piccoloflöte fällt in die Kategorie unmöglich, wurde die Piccoloflöte doch erst 200 Jahre später erfunden. In der Original-Partitur ist das Solo-Instrument mit Flautino oder Ottavino angegeben. Gemeint ist hier wohl eine kleine Blockflöte oder Klarinette. Aber so tragisch war das damals nicht, denn vor allem Blasinstrumente wurden oft durch die in der Situation gerade vorhandenen ersetzt.

Günter Federsel & seine philharmonischen Freunde am
Cembalo, Cello, Bass, an der Viola und 2 Violinen.


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