Klassik

Grosse Kammermusik


„Ein Blick auf das Trio von Schubert – und das erbärmliche Menschentreiben flieht zurück und die Welt glänzt wieder frisch. […] Sei uns das hinterlassene Werk ein teures Vermächtnis! Die Zeit, so zahllos und Schönes sie gebiert, einen Schubert bringt sie so bald nicht wieder.“
Robert Schumann, 1836

Franz Schubert komponierte seine beiden Klaviertrios, zwei Gipfelwerke der Klavier-Kammermusikliteratur, gegen Ende seines Lebens, in den Monaten November und Dezember 1827. Zum ersten Mal bediente sich Schubert dieser Gattung, in der Haydn, Mozart und Beethoven unsterbliche Werke geschaffen hatten.

Trotz der späten Entstehungszeit sind Schuberts Trios frei von jener Düsternis, die so oft über seinen letzten großen Quartetten und auch dem Streichquintett lagern. Beide Werke sind voll melodischer Schönheit, Frische und Klangpracht: als „weiblich und lyrisch“ charakterisierte Robert Schumann das op. 99, wohingegen er das Es-Dur Trio als eine „zürnende Himmelserscheinung“ bezeichnete.
Mit Benjamin Schmid, Franz Bartolomey und Jasminka Stancul widmen sich drei jener Künstler diesen Werken, die der Attergauer Kultursommer seit vielen Jahren stolz und mit großer Freude zu seinen Stammkünstlern zählen darf.

Franz Schubert:
Trio für Violine, Violoncello und Klavier in B-Dur, op. 99, D 898
Trio für Violine, Violoncello und Klavier in Es-Dur, op. 100, D 929


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