Klassik

Grigory Sokolov, Klavier



Programm
FRÉDÉRIC CHOPIN
Polonaise cis-Moll op. 26/1 — „Dramatique“
Polonaise es-Moll op. 26/2
Polonaise fis-­Moll op. 44
Polonaise As-Dur op. 53 — „Héroïque“

Weitere Werke werden später bekannt gegeben.

Grigory Sokolov
Grigory Sokolov gilt als einer der größten Pianisten der Gegenwart und wird wegen seiner visionären Kraft, seiner faszinierenden Spontaneität und seiner uneingeschränkten Hingabe an die Musik bewundert. Seine meisterhaften Interpretationen von bezwingender Intensität und Ausdrucksschönheit basieren auf der fundierten Kenntnis eines umfangreichen Repertoires. So umfassen seine Konzertprogramme die gesamte Musikgeschichte: von Transkriptionen geistlicher Polyphonie des Mittelalters und Werken für Tasteninstrument von Byrd, Couperin, Rameau, Froberger und Bach über das klassische und romantische Repertoire, besonders Beethoven, Schubert, Schumann, Chopin und Brahms, bis hin zu Schlüsselkompositionen des 20. Jahrhunderts von Prokofjew, Ravel, Skrjabin, Rachmaninow, Schönberg und Strawinsky.

Grigory Sokolov wurde in Leningrad geboren. Als Fünfjähriger begann er mit dem Klavierspiel, zwei Jahre später nahm er sein Studium bei Liya Zelikhman an der Zentralen Musikschule des Leningrader Konservatoriums auf. Danach studierte er bei Moisey Khalfin am Leningrader Konservatorium; mit zwölf Jahren gab er sein erstes Rezital in seiner Heimatstadt. 1966 machte Sokolov Schlagzeilen über die Sowjetunion hinaus, als er als 16-Jähriger und damit jüngster Musiker überhaupt die begehrte Goldmedaille des Internationalen Tschaikowski-Wettbewerbs in Moskau erhielt. Während Grigory Sokolov in den 1970er-Jahren ausgedehnte Konzertreisen in die USA und nach Japan unternahm, entwickelten sich, fernab vom internationalen Scheinwerferlicht, seine künstlerischen Fähigkeiten weiter. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion trat Sokolov in den großen internationalen Konzertsälen und bei den wichtigsten Festivals auf. Als Konzertsolist arbeitete er mit bedeutenden Orchestern, etwa dem New York Philharmonic, dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Philharmonia Orchestra London, dem Orchestra della Scala, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Münchner Philharmonikern, bevor er sich dazu entschloss, nur noch Solo-Rezitale zu spielen.

Seit 2014 ist Grigory Sokolov Exklusivkünstler des Labels Deutsche Grammophon. Für seine erste Veröffentlichung 2015 wählte der russische Pianist ein Konzert, das er 2008 bei den Salzburger Festspielen gab. Diese Doppel-CD, The Salzburg Recital, umfasst zwei Sonaten von Mozart, Chopins Préludes op. 28 sowie Zugaben von Bach, Chopin, Rameau und Skrjabin und zeigt damit die Bandbreite seines Repertoires. Nur ein Jahr später folgte das nächste Album: Sokolov: Schubert / Beethoven, auf dem u. a. Schuberts Vier Impromptus D 899 und Drei Klavierstücke D 946 (aufgenommen in der Nationalphilharmonie Warschau, 2013) und Beethovens Klaviersonate B-Dur op. 106 (Salzburger Festspiele, 2013) zu hören sind. Sein drittes, 2017 erschienenes Album Sokolov: Mozart / Rachmaninov Concertos präsentiert Live-Aufführungen von zwei Konzerten des Pianisten: Mozarts Klavierkonzert in A-Dur KV 488 (Salzburger Mozartwoche, 2005) sowie Rachmaninows Drittes Klavierkonzert (BBC Proms, 1995). Begleitet werden diese CD-Aufnahmen von einer DVD mit Nadia Zhdanovas Dokumentation A Conversation That Never Was, einem Porträt Grigory Sokolovs, zusammengestellt aus Interviews mit Freunden und Kollegen sowie bisher unveröffentlichten Privataufnahmen. Im Mai 2020 veröffentlichte die Deutsche Grammophon eine neue CD mit Musik von Mozart, Beethoven und Brahms sowie eine DVD mit einem Live-Auftritt aus Turin aus dem Jahr 2017.