Klassik

Grazer Philharmoniker


Richard Strauss verbindet man meist mit üppigem Orchesterklang und großen Opernstimmen. In ihrem gemeinsamen Abschlusskonzert zeigen Oksana Lyniv und die Grazer Philharmoniker den Komponisten nun von seiner anderen Seite, als genialen Meister der Miniatur, der auch in seinen kammermusikalischeren Werken die bekannte orchestrale Finesse zeigt und zu berühren weiß.

Barockes Flair voller typisch Strauss’scher Expressivität und Heiterkeit bieten etwa Auszüge aus der Oper „Ariadne auf Naxos“ und der – aus der verworfenen Bühnenmusik zu „Ariadne“ zusammengestellten – Suite „Der Bürger als Edelmann“. Als Kontrast dazu erklingen zwei Alterswerke Strauss‘, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Einerseits die Bläsersonatine Nr. 1 „Aus der Werkstatt eines Invaliden“, eine symphonische Bläserserenade in der Tradition von Mozarts „Gran Partita“ voller spätromantischer Harmonik, Scherzando-​Motiven und wunderschöner Kantilenen. Anderseits die ergreifenden „Metamorphosen“ für 23 Solostreicher, in denen der Komponist seine Erschütterung über den zweiten Weltkrieg verarbeitet.


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