Klassik

Grazer Philharmoniker


Oksana Lyniv, Dirigentin
Tetiana Miyus, Sopran

Gioachino Rossini, Ouvertüre aus „Semiramide“
Maurice Ravel, Shéhérazade
Nikolai Rimski-Korsakow, Scheherazade, op. 35

„Ein solcher Herzerfreuer, Gramverscheucher, Tröster und Schöpfer.“
Eduard Hanslick über Gioachino Rossini

Besondere Kostbarkeiten hat die neue Chefdirigentin der Grazer Philharmoniker in das Programm für das Villacher Publikum aufgenommen: Es sollte eine Hommage an Rimski-Korsakow und dessen sinfonische Dichtung „Scheherazade“ sein, als Maurice Ravel aus der von „Tausend und einer Nacht“ inspirierten Gedichtsammlung des Schriftstellers Tristan Klingsor drei Texte zu einem Zyklus von Orchesterliedern zusammenfasste und damit seinen ersten großen Erfolg verbuchen konnte.

Die ukrainische Sopranistin versteht sich zugleich als Geschichtenerzählerin, wenn sie die drei schillernd-exotischen „Shéhérazade“-Lieder interpretiert. Ihr Credo: Man muss das Gefühl haben, mittendrin zu sein, denn alles in „Shéhérazade“ ist sehr orientalisch. Auch wenn es nur drei Lieder sind, betritt man hier doch sehr schnell eine andere Welt. Einen Orient voller Bilder und Düfte. Tetiana Miyus artikuliert nicht bloß exzellent, sie genießt die besonderen Resonanzen der französischen Sprache und kostet diese als vokale Gaumenfreuden aus.

Drei Dinge haben Nikolai Rimski-Korsakow ein Leben lang beschäftigt: Das Meer, das Volkslied und der Orient. Seine Orchester-Fantasie „Scheherazade“, op. 35, entstand im Sommer 1888 und vereint alle drei Dinge. Zugleich ist das Werk ein Paradestück für Orchester und ein „Schaulaufen“ virtuoser Solisten.

Am 13. November 2018 gedenkt die Musikwelt Gioachino Rossinis 150. Todestages. Neben seinen bekannten Hits wie „Cenerentola“, „Il Barbiere“ oder „Wilhelm Tell“ gibt es noch einiges zu entdecken. Etwa die epische Musiktragödie „Semiramide“, deren Hauptrolle Rossini für seine Frau komponierte und die gleichzeitig seine letzte für Italien Emmanuel Tjeknavorian geschriebene Oper ist.


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