Neue Klassik

Grazer Keplerspatzen & Grazer Instrumentalisten


Der walisische Komponist Karl Jenkins widmete sein Werk für Chor und Orchester aus dem Jahr 2012 dem Gedenken an all jene, die ihr Leben in bewaffneten Konflikten lassen mussten, vor allem aber den unschuldigen Zivilisten.

Die Friedensstifter, das sind jene, die sich in Wort und Tat für ein friedliches Miteinander eingesetzt haben, und deren Aussagen Jenkins mit Ausschnitten aus heiligen Schriften verschiedener Konfessionen verdichtet. So folgen Bibelverse auf Worte von Ghandi, Mutter Theresa und Martin Luther King, Sprüche des persischen Mystikers Rumi auf Tagebucheinträge Anne Franks, Nelsen Mandelas Ruf nach Gerechtigkeit auf Appelle Albert Schweitzers.

Eindrucksvoll und formal elegant übersetzt Jenkins den globalen Wunsch nach Frieden in Musik, die globale Sprache der Emotionen. Jenkins greift dafür tief in die Schatzkiste musikalischer Ausdrucksmittel: Den Streichern steht ein reichhaltiges Angebot an Schlagwerk bei, Blechbläser sorgen für ordentlichen Sound gemixt mit Saxophonimprovisationen und unterfüttert von einem bundlosen 5-saitigen E-Bass.

Trotz der zeitlosen Traurigkeit, die das Thema Frieden begleitet, gibt das Werk den Zuhörern den Optimismus Anne Franks mit auf den Weg, die in ihrem Tagebuch festhielt: „Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern!“

Unter der Leitung von Ulrich Höhs musizieren die Grazer Keplerspatzen mit den Grazer Instrumentalisten.


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