Pop / Rock

Grandbrothers


In ihrem Debütalbum "Dilation" treiben die beiden Düsseldorfer, die seit 2011 zusammenarbeiten, ihre Klangforschungen weiter in Richtung Minimal, Ambient, IDM und Techno. Die Songs beginnen oft als minimalistische Patterns, die variiert und mit Klavierakkorden unterlegt werden, bis cineastische Soundscapes entstehen, die in Struktur und Rhythmik ebenso an zeitgenössische elektronische Clubmusik wie an Komponisten wie Steve Reich oder Ryūichi Sakamotos Kollaborationen mit Alva Noto erinnern.

Anders als der erste Höreindruck vermuten lassen würde, setzen die beiden Musiker keinerlei synthetische Klangerzeuger ein: Um die klanglichen Möglichkeiten des klassischen Klavierspiels auszuweiten, entwickelte Lukas Vogel eine Apparatur, die zu einem zentralen Element der Musik der Grandbrothers wurde. An dem Instrument werden eine Reihe elektromechanischer Hämmerchen befestigt, die über einen Laptop gesteuert auf verschiedene Teile des Klaviers klopfen und so artifizielle Sounds erzeugen.

Das Klangspektrum erstreckt sich von cembaloartigen Resonanzen bis hin zu perkussiven Sounds. Zusammen mit Effekten und live gesampelten Loops deckt das Duo so mit einem kleinen, sehr unorthodoxen Setup ein außergewöhnlich großes Klangspektrum ab.


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