Kunstausstellung

Gottfried Helnwein: Kind/ Werner Berg: Kinder


Werner Berg Galerie der Stadt Bleiburg

9150 Bleiburg, 10. Oktober-Platz 4

Sa., 20.05.2017 - So., 29.10.2017

Mo: Geschlossen
Di: 10:00 - 18:00 Uhr
Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
Do: 10:00 - 18:00 Uhr
Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 10:00 - 18:00 Uhr

Nach der Retrospektive in der Albertina/Wien im Jahre 2013 stellt die Helnwein-Ausstellung im Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk im Jahre 2017 die nächste Großausstellung dieses weltweit anerkannten Künstlers, dessen hyperrealistische Bilder zu den Ikonen der Gegenwartskunst gezählt werden dürfen, auf österreichischem Boden dar.

Im Werner Berg Museum werden 70 Hauptwerke aus allen Schaffensphasen zum Thema des Kindes gezeigt.

Der repräsentative Querschnitt – ermöglicht nur durch die großzügige Unterstützung des Künstlers und zahlreicher privater Leihgeber – reicht von frühen, die Öffentlichkeit schockierenden Aquarellen und Aktionen bis zu den großformatig, eindringlichen Bildern der letzten Jahre.

Gottfried Helnweins Bildern hinterlassen den Betrachter fragend. Seine Bilder sind Motoren, die verborgene, tabuisierte Vorstellungs- und Erinnerungsabläufe in Gang bringen.
Ihre Nicht-Eindeutigkeit und Rätselhaftigkeit zwingt zur jeweils eigenen Interpretation, zum Reagieren – zum Aufwühlen verdeckter Schichten des Erlebens.

„Ich will mit meinen Bildern und Aktionen die Menschen aus ihrer Eingefrorenheit lösen, wenn auch nur eine Sekunde lang, will sie verunsichern und zu spontanen Reaktionen hinreißen.

Verunsichern, aber nicht destruktiv. Die logische Denkfähigkeit soll zugunsten totaler Selbstöffnung kurz trockengelegt werden.“

Gottfried Helnwein
Die Ausstellung im Museum wird durch eine raumgreifende Installation Gottfried Helnweins am Bleiburger Hauptplatz ergänzt und erweitert – circa 10 Hausfassaden werden zu vom Künstler gestalteten großflächigen Bildträgern.

Die besondere Situation des leicht ansteigenden, nach allen Seiten geschlossen wirkenden Raumes verwandelt den historischen Platz in einmaliger Weise zum faszinierenden, fesselnden „Ausstellungsraum“.

Ein solches, ein ganzes städtisches Ensemble bestimmendes Übergreifen der Präsentation in den allgemein genützten öffentlichen Bereich war in Österreich in dieser Weise bisher nicht zu sehen und zu erleben.

WERNER BERG: KINDER

Als zweite Ausstellung präsentiert das Museum einen nahezu vollständigen Überblick über die Kinderbildnisse Werner Bergs.

Circa 90 Werke (35 Ölbilder, 10 Holzschnitte, 8 Aquarelle und großformatige Zeichnungen, sowie 40 Skizzen) zeigen den hohen Stellenwert dieses Themas im Schaffen des Künstlers vom Rutarhof.

Werner Berg malte nur, was sein unmittelbares Erleben betraf. So verwundert es nicht, das vor allem die fünf Kinder des Malers wiederholt zum Thema seiner Bilder wurden. Doch auch die berührend direkten Darstellungen der Kinder der Bauern, Bettler und Taglöhner aus seiner Nachbarschaft zeigen seine Faszination von einer archaischen Welt, wie sie der Künstler tagtäglich nach seiner Ansiedlung auf dem entlegenen Bauernhof im Süden Kärntens erlebte.

Kinderbilder finden sich vor allem im bedeutenden Frühwerk bis 1950. Werner Bergs Suche nach einem ursprünglichen Leben voll direkter Anschauung spiegelt sich gerade in diesen Werken. Ganz von der Art des Erlebens eines Kindes durchdrungen stellen diese Bilder Kinder gleichsam mit dem naiven Blick aus deren Augen dar.

Zu beiden Ausstellungen erscheint in gleicher Aufmachung je ein Katalogbuch mit je 240 Seiten im Münchner HIRMER Verlag.