Literatur

Gordana Ilic Markovic - Veliki rat - Der große Krieg


Das Buch eröffnet einen für deutschsprachige LeserInnen völlig neuen Blick auf die Katastrophe des Ersten Weltkrieges: Zu Wort kommt die serbische Seite.

Der Erste Weltkrieg im Spiegel der serbischen Literatur und Presse

Lesung und Diskussion mit
•Gordana Ilić Marković (Herausgeberin)
•Goran Bradić (Serbische Botschaft)
•Anton Holzer (Autor, Fotohistoriker)
•Richard Schuberth (Autor, Übersetzer)
Moderation: Ingrid Steiner-Gashi (Kurier/ Außenpolitik)
Musik von Achmet Lekić (Serbien)

Dieses Buch eröffnet einen für deutschsprachige LeserInnen völlig neuen Blick auf die Katastrophe des Ersten Weltkrieges: Zu Wort kommt die serbische Seite. Wie haben Menschen in Belgrad, Šabac oder Kragujevac, in der Šumadija oder in Südserbien das große Völkerschlachten erlebt? Und wie wurde dieses Trauma in der serbischen Literatur und Presse verarbeitet? Tagebucheintragungen, Memoirenliteratur, Erinnerungen von Zeitzeugen, Gedichte, Erzählungen und Romanauszüge lassen das serbische Bild des Ersten Weltkriegs entstehen. Neben ihrer literarischen oder journalistischen Qualität weisen die Schriften nach 100 Jahren auch einen dokumentarischen Charakter auf.

Drei analytische Beiträge begleiten den Band. Nach einem Überblick über die serbische Kunst im Ersten Weltkrieg widmen sich zwei Beiträge den Kriegsereignissen allgemein und speziell in der Stadt Šabac.

Vor 1914 wurden in Serbien 80 verschiedene Printmedien gedruckt. Mit der Besetzung durch die beiden Kaiserreiche Deutschland und Österreich-Ungarn im Herbst 1915 wurden diese genauso wie die kyrillische Schrift als solche verboten. Während des Krieges konnten serbische Zeitungen, Zeitschriften, Almanache und Bücher ausschließlich im Exil gedruckt werden. Wie wichtig es war, Medien zu haben, sich einen Platz für Information, Kultur, Weiterbildung oder Humor zu verschaffen, zeigt die Tatsache, dass es auch Zeitungen gab, die handschriftlich verfasst wurden. Dieses Buch lässt alle diese Ausdrucksformen des serbischen Widerstands zu Wort kommen.

Die veröffentlichten Texte wurden aus dem Serbischen übersetzt, die allermeisten von ihnen sind erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich.

Die Herausgeberin:

Gordana Ilić Marković, geboren 1964 in Zenica, Studium der klassischen Philologie in Belgrad und der Slawistik sowie der Japanologie in Wien. Sie lehrt am Institut für Slawistik der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Kontaktlinguistik, Mehrsprachigkeit, Fremdsprachendidaktik und südslawisch-österreichischer Sprach- und Kulturkontakt. Literarische Übersetzungen.


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