Tanz

Goethes Faust I & II


Goethe hat in seinem Lebenswerk mit großer Kraft und ungebremster Ironie unsere Welt vorgezeichnet. Wir hecheln hinterher. Nicht zu unserem Besten. Es ist das einzige Werk, das Goethe ausdrücklich als „Tragödie“ bezeichnet hat. Das sollte uns doch zu denken geben….

Theater, Film & Tanz ergeben einen leichtfüßigen Zugang zu der wohl berühmtesten deutschen Dichtung. Goethes „sehr ernste Scherze“ haben es wahrlich nicht verdient in Museumsvitrinen zu verstauben. Oder besser: wir können es uns gar nicht leisten, an diesem Werk vorbei zu gehen.

In unserer Welt gilt immer noch die Wette zwischen Gott und Teufel: Des Menschen Weg, nachdem er sich der technischen Magie verschrieben hat, führt augenscheinlich geradewegs in die Hölle: Finanz- und Schuldenkrise, Klimakatastrophe, eifernder Populismus, wuchernde Sinnlosigkeiten, Politikverdruss … man mag es gar nicht mehr aufzählen.

Fausts Schicksal erscheint da geradezu übersichtlich.

Aus Liebe wird unbefriedigender Konsum (Gretchen); aus Lust wird Gier (Walpurgisnacht); aus Erkenntnisdrang werden künstliche Welten (Homunculus); aus Forschung wird Eroberung (Kolonisation); aus Gewinnstreben wird Gewalt (Philemon und Baucis).

Am Ende seines Lebensweges steht Faust vor einem grauen Nichts. Und dennoch.
Irgendetwas macht den Triumph des Satans zunichte. Er verstrickt sich in den selbstgelegten Fallen. Ist das ein Hoffnungsschimmer auch noch für uns?

Der originale Text in „leicht gekürzter“ Fassung

Fassung und Regie: Jürgen Kaizik

Kostüm & Bühne: Nora Scheidl

Mit: Ines Kratzmüller, Vitus Wieser, Jürgen Kaizik

Film
Kamera: Alex Schindler
Maske: Uschi Braun, Nina Sabary

Besetzung:
Lynkeus – Wolfram Berger
Hure/ Hexe – Dagmar Schwarz,
Freier – Hannes Gastinger

Assistenz: Nina Dillenz

Ballettschule Ekaterina Christou


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