Pop / Rock

Godspeed You! Black Emperor


Gegründet 1994 als Trio, hatte die Band bereits nach kürzester Zeit um die fünfzehn Mitglieder, von denen neun bis heute in wechselnder Besetzung als Godspeed You! Black Emperor auftreten. Postrock als große Idee, als detailreiche, orchestrale Kammermusik aus Gitarren, Trommeln, Streichern, Noise, als Ansingen gegen und Ausweg aus einer Welt, die bereits verloren scheint: „Alleluja! Don't Bend! Ascend!“

"The car is on fire and there's no driver at the wheel. And the sewers are all muddied with a thousand lonely suicides and a dark wind blows", mit diesen Worten eröffnet das Album „F♯A♯∞“ von Godspeed You Black Emperor! aus dem Jahr 1997. Es ist, wenn man eine nur in Kleinstauflage her ausgebrachte und nie neu aufgelegte Kassette nicht mitzählt, die erste Veröffentlichung des kanadischen Kollektivs, und sie setzt bis heute Maßstäbe für das Schaffen der Band.

Das Intro, ein Monolog aus einem nie fertig gestellten Film des Godspeed-Gitarristen Efrim Menuck, ist unterlegt von einem düsteren Dröhnen und läutet die Grundstimmung der Platte ein, aber auch, wenn die Musik von Godspeed You! Black emperor später mehrmals den Soundtrack zu Endzeit-Filmen wie etwa Danny Boyles Zombie-Thriller „28 Days Later“ bilden sollte, findet sich in den hymnischen Elegien der Band auch viel Trost. Nachdem die Stimme im oben zitierten „Dead Flag Blues“ das apokalyptische Szenario weiter beschreibt – „We are trapped in the belly of this horrible machine, and the machine is bleeding to death“ – setzen Streicher und Gitarre mit einem windschiefen Walzer ein und drehen das Stück, einen von zwei Sätzen des insgesamt knapp vierzigminütigen Albums in die Weiten eines neu gegründeten Countrys.

Ein Wippen in Zeitlupe am Ende der Welt, ein Erkennen des täglichen Blues als Weg in den Himmel.


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