Pop / Rock

Glutamat


Christian Pausch (FM4) schreibt über den letztjährigen Popfest-Auftritt:
Das beste Konzert des ersten Tages kommt wie erwartet von Glutamat. Sechs Musiker_innen, alle in schwarzen Kleidern und teilweise mit Trauerschleiern vorm Gesicht nehmen die Bühne im Brut ein. Doch von Trauer keine Spur, hier wird der Punk zelebriert und zwar in Brecht'scher Manier. Assoziationen von den Tiger Lillies bis zu Nina Hagen schießen meiner Begleitung C. und mir durch den Kopf. Und alle scheinen irgendwie auch zu passen.

Sängerin Thesa Tödlich gebährdet sich wie Róisín Murphy in ihren besten Jahren, singt aber wie Hildegard Knef. Mastermind MP Kopflos Stimme erinnert an Rio Reiser, er wirft sich ins Publikum, liegt am Boden, springt auf Verstärker, die das ganze Konzert über energisch wackeln, als wären sie das siebente Bandmitglied. Die Texte sind gleichzeitig einfach und vieldeutig, schmerzhaft und witzig. Mit den Worten: "Es war einmal ein Mann, der hatte keinen Schwanz.", beginnt zum Beispiel eines von Glutamats Liedern. Ein Konzert, das für immer weitergehen hätte sollen, dann wären wir alle auf ewig glücklich.


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