Vortrag · Diverses

Globale Verantwortung braucht lokale Impulse


Themen der Tagung
Gemeinwohlökonomie: In einer Zeit, in der Bankenrettungen und Rettungsschirme medienwirksam in Szene gesetzt werden, wird die Macht der Banken von vielen als selbstverständlich hingenommen. Sparpakete, Sozialkürzungen und Verarmung beeinträchtigen die Lebensrealität zahlreicher Menschen, jedoch werden die ganzheitlichen und strukturellen Zusammenhänge wenig thematisiert.

Ernährungssouveränität: Das Modell einer industrialisierten Landwirtschaft, das mehr und mehr auch in unserer Region spürbare Auswirkungen zeitigt und mit dem Verlust von Biodiversität einhergeht, entfremdet uns KonsumentInnen immer mehr von einem respektvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur und versagt dabei darin, allen Menschen gesunde, für alle erschwingliche Nahrungsmittel bereitzustellen – dies bei gleichzeitigem Überschuss an produzierten Nahrungsmitteln.

Freihandelsabkommen: Die Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung zum Freihandelsabkommen finden weitestgehend abgeschirmt von der Öffentlichkeit statt. Diese demokratiepolitisch sehr bedenkliche Vorgehensweise möchten wir im Rahmen der Veranstaltung zum Thema machen.
Um ein ganzheitliches Verstehen zu ermöglichen, regionale Aspekte der Themen sowie Alternativen zu diskutieren und zu entwickeln, haben wir eine Reihe von aktiven regionalen Initiativen eingeladen, die ihre Ideen und Aktivitäten zu Beginn der Tagung präsentieren.

Jedes der drei Themen wird zu Beginn ausführlich in einem dialogischen Gespräch von fachkundigen Personen vorgestellt. Nach einem Mittagsbuffet, zu dem alle TeilnehmerInnen eingeladen sind, wollen wir uns am Nachmittag in Workshops intensiver mit den einzelnen Themen beschäftigen. Je nach Interesse können sich die TeilnehmerInnen für einen der Workshops entscheiden. Die Workshops starten mit einem weiteren thematischen Impuls, der nun mehr auf lokale Aspekte der diskutierten Themen eingehen wird.
Um die Organisation der Tagung zu erleichtern, ersuchen wir um Anmeldung unter franjo.steiner@yahoo.com bzw. telefonisch unter 0664-1503090.

Lokale Initiativen:

"Wieseninitiative - Verein zur Erhaltung und Förderung ländlicher Lebensräume"
Der Verein Wieseninitiative sieht sich als Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Naturschutz und setzt seit 20 Jahren Projekte im Bereich nachhaltiger Landentwicklung um.
Ein besonderes Anliegen sind uns die Wiesen und Streuobstbestände des Burgenlandes. Der Verein ist burgenlandweit aktiv und hat zur Zeit ca. 1400 Mitglieder, darunter viele Gemeinden.
Unser Vereinslogo ist der Storch, dass Streuobstlogo steht für unser größtes Projekt, den Qualitätsprodukten aus den Streuobstwiesen der Region.
Nähere Infos unter www.streuobstwiesn.at oder auf facebook unter der Seite: "Wieseninitiative"

SoLawi Sepplashof
Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) – bzw. community supported agriculture (CSA) – bezeichnet einen direkten und lokal organisierten Zusammenschluss von Konsumierenden und Produzierenden, die sich nach gemeinsamer Vereinbarung Kosten, Verantwortung und Ernte teilen. Diese Form der Landwirtschaft ist unabhängig vom Zwischenhandel (und damit von Konzernen und Marktschwankungen) und gewährleistet eine Versorgung mit regionalen, biologischen Lebensmitteln, eine faire Produktion und Mitbestimmung über die eigenen Nahrungsmittel.
In Form von Ernteanteilen versorgt der Sepplashof rund 25 Haushalte mit Gemüse, Obst und Kräutern und legt dabei besonderen Wert auf große Sortenvielfalt und den Aufbau eines lebendigen, humosen Bodens. Der Sepplashof versteht sich als Teil der internationalen Bewegung für Ernährungssouveränität und spricht sich für ein Lebensmittelsystem aus, in dem (wieder) die Interessen der Menschen im Zentrum stehen.
Nähere Infos unter 
www.sepplashof.at

ImpulsgeberInnen: Anja Haider-Wallner, Irmi Salzer, Barbara Glattauer, Renate Holpfer, Stefan Weiss, Stephan Trimmel, Doris Dittrich, Alfred Masal, Werner Schönolt

Attac Burgenland ist eine parteipolitisch unabhängige, gesellschaftspolitisch aktive Gruppe von AkteurInnen, die sich zu den Grundwerten Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit, religiösem Bekenntnis, nationaler oder sozialer Herkunft bekennt.


Vergangene Termine