Theater

Giulietta e Romeo


Oper in drei Akten
Libretto: Giuseppe Maria Foppa nach der Tragödie Roméo et Juliette von Jean-François Ducis, einer freien Bearbeitung von William Shakespeares Romeo and Juliet.

Franco Fagioli, Romeo
Ann Hallenberg, Giulietta
Bogdan Mihai, Everardo
Xavier Sabata, Gilberto
Irini Karaianni, Matilde
Juan Sancho, Teobaldo
Chor Armonia Atenea
Armonia Atenea

E. T. A. Hoffmann schwärmt im 2. Stück seiner Kreisleriana von der „unbeschreiblichen Macht der unwiderstehlichsten Wirkung auf jedes empfängliche Gemüt“ und charakterisierte damit die seinerzeit zu größter Berühmtheit gelangte Arie „Ombra adorata aspetta“, mit der Romeo in Zingarellis Oper Giulietta e Romeo nach Einnahme des Giftes den Schatten seiner vermeintlich verstorbenen Geliebten anruft. Nicht nur diese literarische Würdigung, sondern auch der Umstand, dass Zingarellis Oper seit ihrer Uraufführung im Jahre 1796 bis in die späten 1820er Jahre hinein in immer wieder neuen, dem herrschenden Operngeschmack geschuldeten Fassungen auf der Bühne zu erleben war, zeugt von der ungeheuren Beliebtheit des Werkes. Sein Schöpfer, einer der letzten Vertreter der neapolitanischen Schule und Lehrer
u. a. von Vincenzo Bellini und Gaetano Donizetti, erfreute sich seinerzeit großer Wertschätzung. Sein Schaffen geriet erst mit dem Auftreten Rossinis in den Hintergrund.
Die Partitur der originalen Version, wie sie 1796 zur Uraufführung an der Mailänder Scala gelangte, d. h. ohne die späteren, durchaus einschneidenden Änderungen, etwa die Abmilderung des tragischen Schlusses, hat sich in verschiedenen Abschriften erhalten. Diese bilden die Grundlage für die Aufführung bei den Salzburger Pfingstfestspielen, bei der es ein faszinierendes Werk wieder zu entdecken gilt.


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