Pop / Rock

Ginga


Ginga sind tatsächlich diese gewisse Sorte Band. Die Sorte Band, bei der man nach dem ersten Anblick das Gefühl hat, dass nichts sie aufhalten kann, abgesehen von einem Flugzeugabsturz oder einem Wiener Blumentopf im freien Fall von einem Fenstersims im vierten Stock.

Da waren grandiose Alben, Kritikerhymnen, Radio-Airplay und eine beachtliche Fan-Base. Da gab es Touren und Einzel-Gigs in den USA, England, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Niederlande, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen und der Türkei. Da waren Selbstläufer wie „Dancer“, „Golden Boy“, „Fashion“ oder „Remember Whatever“.

Und dann war – Sendepause. Seriously? Eher: eine schlitzohrige Verweigerung der Erfüllung jeglicher Erwartungshaltung. Eine lässige Rebellion wider die Tretmühlenkonstruktionen der Musikindustrie. Eine Phase der Häutung, des Erwachsenwerdens, der Suche nach der verlorenen Zeit. Aber wen interessiert das schon? GIN GA sind zurück in der Arena.

„1ON1“ lässt die Muskeln spielen, zwischen Gym und Bar und Bar und Gym. Und wieder retour. Bodybuilding-Champions der 70er Jahre im Hinterkopf, Rocky Balboa als vergilbtes Poster an der Wand, stumpfe Muskelkraft in grellem Kontrast zur Neon-Fröhlichkeit des Publikums. Der Glanz von Schweiß. Die Zugabe ist bereits das Vorspiel für Kommendes.


Vergangene Termine