Jazz · World Music

Gilberto Gil


Er gilt als einer der besten und vielfältigsten Musiker Brasiliens: Gilberto Gil.

Unter dem Eindruck der Militärdiktatur schuf er Ende der 60er Jahre mit seinem Weggefährten Caetano Veloso den "Tropicalismo". Die Dokumentation begleitet ihn nun auf eine besondere musikalische Reise von Brasilien über Australien bis nach Südafrika.
Nach einer jahrzehntelangen Karriere mit ausgebuchten Konzerten und internationaler Anerkennung begibt sich der brasilianische Musiker Gilberto Gil auf eine neue Art von Welttournee durch die südliche Hemisphäre. Von Bahia aus reist er ins Land der Aborigines nach Australien, in die Townships Südafrikas und beendet seine Tournee im brasilianischen Amazonasgebiet. Mit unveränderter Leidenschaft setzt Gilberto Gil das Werk fort, das er als Brasiliens erster schwarzer Kulturminister begonnen hat – die Macht der kulturellen Vielfalt in einer globalisierten Welt zu fördern und seine Vision für unsere Zukunft zu verbreiten: eine vielfältige, vernetzte Erde voller Hoffnung, Austausch und natürlich Musik!
Gilberto Gil gilt als einer der bekanntesten Popsänger Lateinamerikas: Mit dem Gitarristen und Sänger Caetano Veloso entstand eine künstlerische Freundschaft, die Brasiliens Musik revolutionierte: Der „Tropicalismo“, eine Mischung aus Rock und Folklore aus dem brasilianischen Hinterland, stellte die Traditionen auf den Kopf. Bald kamen weitere Künstler dazu, etwa die Sängerinnen Maria Bethânia, Gal Costa und Elis Regina, mit der Gil sein erstes Album „Louvação“ veröffentlichte.
Nach der Veröffentlichung wurde er verhaftet und ins Exil nach London abgeschoben. Nach der Rückkehr 1972 setzte Gilberto Gil die Suche nach den afrobrasilianischen Wurzeln seines Landes fort. Er trat mit Musikern wie Fela Kuti und Stevie Wonder auf, ging mit Jimmy Cliff auf Tournee, verehrte Bob Marley und landete mit einer Version von „No Woman, No Cry“ einen Riesenerfolg. In den 80er Jahren engagierte er sich verstärkt in der Politik, zunächst in Salvador da Bahia und dann für den linken Politiker Luiz Inácio Lula da Silva. Als Präsident ernannte Lula Gil dann zum Kulturminister. 2008 zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück.


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