Literatur

Gila Lustiger - Erschütterung. Über den Terror


Beim diesjährigen Salzburger Literaturfest tritt die deutsche Schriftstellerin Gila Lustiger, die zuletzt mit ihrem Buch „Erschütterung. Über den Terror“ (Berlin Verlag, 2016) Aufmerksamkeit erregte, gemeinsam mit dem Schweizer Autor Lukas Bärfuss auf. Moderation: Günter Kaindlstorfer (ORF).

Der Abend steht unter dem Motto „SPRACH:WELTEN“. Lukas Bärfuss folgt in seinem spannenden Roman „Hagard“ (Wallstein Verlag, 2016) einem Verfolger, der selbst vor etwas zu fliehen scheint – ein atemloser Sog entsteht, in den auch der Leser gerät. Die in Paris lebende Schriftstellerin Gila Lustiger versucht in ihrem Essay „Erschütterung“, dem erlebten Terror des Jahres 2015 mit Vernunft zu begegnen, und verteidigt vehement unsere Werte.

Im anschließenden Gespräch diskutieren die beiden Autoren mit Bettina Hering, Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele ab 2017, über die Anforderungen der Gegenwart, die es mit wachem Auge wahrzunehmen gilt, und die Aufforderung, gerade mit den Möglichkeiten der Kunst/Literatur Antworten zu formulieren, die zeitgemäß sind und uns ermöglichen, zu begreifen, was sich um uns tut und was wir tun müssen, um dem allem gerecht zu werden.

Gila Lustiger, geboren 1963 in Frankfurt am Main, lebt seit 1987 in Paris. Ihr erster Roman „Die Bestandsaufnahme“ erschien 1995, dann 1997 „Aus einer schönen Welt“. Ihr Familienroman „So sind wir“ war 2005 für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert. 2011 erschien „Woran denkst du jetzt“ und im Frühjahr 2015 ihr großer französischer Gesellschaftsroman „Die Schuld der anderen“, der wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand.


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