Kunstausstellung

Gift und Gabe - Aus der Wunderkammer der Natur


Die zehn Forschungsabteilungen (von der Archäologie bis zur Zoologie) des Landesmuseums für Kärnten widmen sich in der Sonderausstellung jenen natürlichen Substanzen, die Gift wie Gabe zugleich sein können.

Wir „fassen“ die Wunderkammer der Natur in rund 400 Objekten aus den Sammlungen des Landesmuseums, um sie nach ihrer Geschichte und ihren Geschichten zu befragen. Stets im Vordergrund steht dabei der Umgang des Menschen mit dem Gift. Die Nutzung natürlich vorkommender Gifte spielt in allen Kulturen seit jeher eine große Rolle. Die Entdeckung ihrer Wirkung, durch Zufall, Experiment oder bewusstes Suchen, führt(e) zu vielfältigen Anwendungen und Weiterentwicklungen. Ob eine Substanz dabei heilend, berauschend oder tödlich ist, entscheidet allein die Dosis, denn „Ist es möglich auß gutē böß zumachen / so ist auch müglich auß bösem guts zu machen“, schreibt Paracelsus in seinen Siben Defensiones von 1538. Hier finden sich auch seine vielzitierten Worte: „alle ding sind gifft unnd nichts ohn gifft / allein die dosis macht das ein ding kein gifft ist“.


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