World Music

Gian


Persiche und kurdische Balladen in Wien.

Als Frau im Iran zu musizieren ist nicht immer einfach, doch Rahelehs jüngste Erfolge im Ausland – insbesondere im Bereich der Filmmusik – haben ihr einen Status verliehen, der auch in ihrem Heimatland nicht mehr verdeckt werden kann. Die für ihre ausdrucksstarke Stimme berühmte Sängerin beschreibt ihr musikalisches Credo so: „Singen und allen Gefühlen, dunklen und heiteren, Ausdruck verleihen“. Sowohl in der klassisch-persischen als auch in der zeitgenössischen Popularmusik ihres Landes zählt sie mithin zu den meistgespielten Musikern.

Mit ihrem Bühenpartner Hamidreza teilt sie die Leidenschaft zum Erzählen. Musik ist für sie gestaltete Erzählung. Die alten Geschichten gehören immer wieder erzählt und zwar in immer neuen Erscheinungsformen, sagt Raheleh. So wie Hamidreza sieht sie sich in der Tradition der persischen „Dengbêj“, der Geschichtenerzähler, die in alten Zeiten von Ort zu Ort gezogen sind, um die gesellschaftlich bedeutsamen Mythen von Liebe, Leben und Tod nicht der Vergessenheit zu überlassen. Das Begleitinstrument der Wahl für einen traditionellen Dengbêj ist die persische Langhalslaute (Tanbur) und Längsflöte (Ney), die beide Musiker meisterhaft beherrschen.

Sowohl im Christentum als auch im Islam wird immer wieder betont, wie lohnend es ist, einen guten Ausgleich zwischen Ruhe und Aktivität zu finden. In der persischen Tradition bildet die Volksmusik diese Brücke. Hamidreza und Raheleh möchten mit ihren Liedern vom Wiederkehrenden im Menschenleben berichten, in ihren kleinen und großen Geschichten möchten sie uns selbst näherbringen.

Rahele Barzegari - Gesang, Mohammad Zolnouri - Komponist, Tar, Tanbur, Mohammad Rasouli - Ney, Hamidreza Ojaghi - Daf, dohol, Dayerh, Gesang


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