Tanz · Theater

Geumhyung Jeong - CPR Practice


Die Arbeiten der südkoreanischen Choreografin und Performancekünstlerin Geumhyung Jeong zeichnen sich durch skurrile Interaktionen zwischen dem menschlichen Körper und den ihn umgebenden physischen Objekten aus.

CPR Practice steht für „cardiopulmonary resuscitation“, ein Training zur Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. In einer simulierten Not-fallsituation versucht Geumhyung Jeong, eine Puppe wiederzubeleben, die scheinbar nicht mehr atmen kann. Die medizinische Trainingseinheit geht in ein sinnliches und paradoxes Spiel über Liebe und Begehren, Einsamkeit und Tod, Subjekt und Objekt über. In Geumhyungs Welt sind der Körper des Menschen und die Objekte, mit denen er in Kontakt kommt, gleichwertig. CPR Practice entstand im Jahr 2013 und wurde 2014 beim Zürcher Theater Spektakel mit dem Anerkennungspreis der Zürcher Kantonalbank geehrt.

Geumhyung Jeong studierte Schauspiel an der Hoseo University in Cheonan/Südkorea, Tanz und Performance an der Korean National University of Arts und Animationsfilm an der Korean Academy of Film Arts in Seoul. In ihrem Film Munbangu (Schreibwaren), den sie in der Ausstellung The Beast and the Sovereign zeigte, werden die Objekte zu Hauptakteuren in einem Szenario aus erotischen Fantasien.

CPR Practice ist Teil einer Kooperation mit der Kunsthalle Wien. brut zeigt im Rahmen der Ausstellung The Promise of Total Automation am 30. März zudem eine Performance von Philippe Decrauzat und Alan Licht. Am 13. März findet eine Führung mit der Kuratorin Anne Faucheret in der Kunsthalle Wien für brut-Publikum statt – Eintritt frei mit brut-Ticket. An allen übrigen Tagen ist der Eintritt in die Ausstellung mit einem Ticket von brut auf 2 € ermäßigt.

http://brut-wien.at/de/Programm/Festivals-Projekte/Kooperationen/Kooperation-Kunsthalle-Wien

http://brut-wien.at/de/Programm/Kalender/Programm-2016/201604April-2016/Geumhyung-Jeong-CPR-Practice


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