Theater

Gesundheit - Eine theatrale Heilkunde


Eine Studie der Robert-Jungk-Stiftung Salzburg belegt als einen der vorrangigen Themenkreise der kommenden Jahre die Entwicklung im Gesundheitswesen. Und tatsächlich gibt es wohl kaum ein Thema, das für alle Menschen von so großer Bedeutung ist, wie dieses.

Ob persönlich erlebt oder im Familien- und Bekanntenkreis durchlebt und durchlitten, Krankheit ist eine entscheidende Wende im Zusammenleben von Menschen.

Immer mehr Ärzte, Krankenschwestern und Patienten beklagen das Voranschreiten des Kostendrucks im Gesundheitswesen: Was ist ein gesundes Menschenleben wert – und was darf es kosten? Führt uns die Medizin des Fortschritts zwangsläufig in eine Zweiklassengesellschaft – derer, die von den neuen Technologien profitieren und
derer, die keinen Zugang dazu haben?

Diese und andere Fragen will das Projekt »Gesundheit!» spielerisch beleuchten und beantworten. Die Idee ist es, Theater als öffentliche Plattform der Menschen dieser Stadt zu begreifen. In einer Gesellschaft, in der nach Formen der Bürgerbeteiligung gesucht wird, ist die Öffnung der Bühne für Bürger ein konsequenter und fast zwingender Schritt.

Nach erfolgreichen Produktionen, die das Salzburger Landestheater in enger Zusammenarbeit mit Salzburger Bürgerinnen und Bürgern als »Experten des Alltags» entwickelt hat, entsteht auch dieser Abend in einer Zusammenarbeit von Schauspielern und Mitgliedern der Bürgerbühne und auch der Spieltext wird auf Anregungen von betroffenen und deshalb sachverständigen Menschen aus der direkten Umgebung beruhen.

Außerdem setzt das Salzburger Landestheater die bereichernde Arbeit mit Schriftstellern fort. In Planung ist, das gesammelte Material von einem Dichter in einer Art »work in pogress» zu einem Stück ausarbeiten zu lassen.

Mit dieser Produktion soll die Arbeit der Bürgerbühne potenziert werden, die unter dem Stichwort »Partizipation» einen neuen Schwerpunkt in der Arbeit des Salzburger Landestheaters einnimmt.


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