Klassik

Gestillte Sehnsucht - Wonach wir uns sehnen und warum …


Musik von Johannes Brahms, Adolf Busch, Frank Bridge, Charles Gounod und Joseph Marx

Wonach sehnen wir uns? Kann unsere Sehnsucht gestillt werden? Und wenn ja, wie? Wir wollen an diesem Septemberabend der Frage nachspüren, ob eine Ursehnsucht hinter all unserem irdischen Sehnen verborgen ist. Dabei ahnen wir alle, dass wir uns damit auf die Spur der großen Geheimnisse des Lebens begeben, und dass gesicherte Antworten nicht existieren.

Auf eine Frage wissen wir aber schon heute eine klare Antwort. Wir wissen, wie Menschen ihre Sehnsucht angemessen ausdrücken können: Die Musik ist wahrscheinlich die „sehnsuchtstauglichste“ menschliche Ausdrucksform. Und wenn sich im Lied das andere „Transportmittel“ der Sehnsucht, das Gedicht, mit dem Geheimnis der Musik vereint, dann kommen wir unserer Sehnsucht vielleicht besonders nahe …

Johannes Brahms wusste in seinen Gesängen op. 69, dass die warmen, dunklen, ein wenig geheimnisvollen Farben der Altstimme und der Bratsche wunderbar geeignet sind, um diesem Gefühl einen Klang zu verleihen. Und wenn wir seinen späten Intermezzi für Klavier lauschen, spüren wir vielleicht, dass die Antwort auf all diese Fragen eigentlich gar nicht mehr so wichtig ist.


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