Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Gestellt. Fotografie als Werkzeug in der Habsburgermonarchie


Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf inszenierten Studioporträts von regionalen „Typen“ vor allem aus Zentral- und Osteuropa.

Wie und in welchem Zusammenhang wurden am Ende der Habsburgermonarchie Bilder von ethnischen Typen entworfen? Was erzählen uns Klassifizierungen wie ein „Tiroler Schütze“ oder ein „huzulischer Bauer“ in Tracht heute? Die Fotosammlung des Volkskundemuseums enthält Tausende dieser typisierenden Menschendarstellungen.

Diese Fotografien, in unüberschaubarer Menge hergestellt, fanden weite Verbreitung in der Bevölkerung und bei Touristen. Sie ermöglichten es, sich die „Anderen“ im Bild vorzustellen. So konnte sich beispielsweise eine Wiener_in ein vermeintliches Bild davon machen, wie jemand in Sarajewo aussah, ohne jemals dort gewesen zu sein. Die Ausstellung denkt darüber nach, wie diese Bildproduktionen ihre Wirkung vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Formierung der Nationalitäten in der Habsburgermonarchie entfalten konnten. Sie möchte den Blick öffnen für eine Reflexion darüber, wie Bilder unsere Sicht auf die Gegenwart und Vergangenheit steuern. (Es erscheint ein Katalog.)

Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr
Montag geschlossen
außer an Feiertagen
24. und 31. Dezember 10-15 Uhr

Schließtage:
1. Jänner, Ostersonntag,
1. Mai, 1. November,
25. Dezember

Freier Eintritt:
Für 0 bis 19 Jährige
Für alle: am 26. Oktober


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