Theater

Geschichten aus dem Wiener Wald


Geschichten aus dem Wiener Wald bildet den Höhepunkt in Horváths dramatischem Schaffen, es vereinigt den ganzen Mikrokosmos Horváthscher Figuren in vollkommener Dichte und Abgerundetheit.

Marianne, die seit dem Tod der Mutter ihrem Vater Geschäft und Haushalt führt, soll unter die Haube gebracht werden. Die Verbindung zwischen Oskar und Marianne hat ihr Vater, der Zauberkönig, eingefädelt, denn Oskar ist nicht nur ein Kerl ganz nach seinem Geschmack, sondern verspricht als Inhaber einer Fleischerei auch in diesen schwierigen Zeiten finanzielle Sicherheit. Mit einem Ausflug in den Wienerwald soll die Verlobung gefeiert werden. Neben anderen sind auch Valerie und ihr jüngerer Liebhaber, der Spieler und Lebemann Alfred mitgekommen. Marianne verliebt sich in Alfred und löst mit einem Befreiungsschlag die Verlobung. Während der Vater mit Marianne bricht: „Ich habe keine Tochter mehr!“, quittiert Oskar die Trennung mit einer Prophezeiung: „Marianne, du wirst meiner Liebe nicht entgehen.“

Entstanden vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise, nach dem Zerfall der Monarchie, am Vorabend vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, sorgte es bei der Uraufführung in Berlin 1931 für heftige Kontroversen. Während die deutschnationale Presse empört aufschrie „Unflat ersten Ranges!“, rezensierte der damalige Literaturpapst Alfred Kerr das Werk sehr wohlwollend und bezeichnete Horváth als einen „hochbegabten Menschen […] eine junge Kraft mit starken Aussichten, der ironisch die Legende der Kitschlügen um Österreich lüpft“.

Regie
Lore Stefanek

Musikalische Gestaltung
Primus Sitter

Bühne
Etienne Pluss

Kostüme
Stephanie Geiger

Dramaturgie
Sylvia Brandl

Mit:
Therese Affolter
Pauline Knof
Irene Kugler
Seraphine Rastl
Maximilian Achatz
Nicolai Despot
Sebastian Edtbauer
Johannes Flaschberger
Horst Heiss
Rolf Mautz
Frank Seppeler
Katharina Schmölzer
u.a.


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