Theater

Geschichten aus dem Wiener Wald


Eine Ouvertüre voller Seligkeit: Im hell erleuchteten Zuschauerraum erklingt der Donauwalzer … Dann erst treten die Schauspieler an die Rampe.
Marianne, die Tochter des Zauberkönigs, soll den wohlhabenden und anständigen Fleischhauer Oskar heiraten. Doch Marianne zieht es zu Alfred, der sich mit Frauengeschichten und Pferdewetten über Wasser hält. Alfred beendet sein Verhältnis mit Valerie, und Marianne verlässt ihren Vater für die große Liebe. Ein Jahr später wird ihr Kind geboren. Sie müssen erkennen, dass sich ihr Traum von Liebe und Zusammenhalt nicht erfüllt.

Düster und böse sind diese Menschen in Ödön von Horvaths ≫Volksstück≪, schäbig der Kern, der hervortritt, wenn ihnen die Masken heruntergerissen werden. Allesamt sind sie durch den Ersten Weltkrieg, die anhaltende wirtschaftliche Krise und den bereits seine Schatten vorauswerfenden Nationalsozialismus gezeichnet. Sie sind Verlorene in einer ordnungslosen Zeit und trotz ihrer Bestialität seltsam liebenswert und komisch in ihren Verrenkungen und Verirrungen, in ihrer Naivität und Liebessehnsucht.

Bei den Wiener Festwochen war zuletzt 2002 Michael Thalheimers Regiearbeit von Franz Molnárs Liliom zu sehen. Seine Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Elektra im Burgtheater wurde mit dem Nestroy 2013 ausgezeichnet.

Inszenierung Michael Thalheimer
Kostüme Katrin Lea Tag
Musik Bert Wrede
Dramaturgie Sonja Anders
Licht Robert Grauel
Ton Wolfgang Ritter

Marianne Katrin Wichmann
Alfred Andreas Döhler
Zauberkönig Michael Gerber
Valerie Almut Zilcher
Oskar Peter Moltzen
Die Großmutter Simone von Zglinicki
Die Mutter Katrin Klein
Rittmeister Harald Baumgartner
Erich Moritz Grove
Havlitschek Henning Vogt
Der Mister Jürgen Huth
Ida Georgia Lautner


Vergangene Termine