Theater

Geschichten aus dem Moment


Improtheater der Gruppe WiR, Graz

Improvisation ist eine neue, spannende Form des Theaters, die mit vielen Prinzipien klassischer Theaterarbeit bricht. Zu Beginn einer Vorstellung gibt es weder vorgegebene Handlung noch Rollen und schon gar keinen geschriebenen Text. Es gibt lediglich eine (fast) leere Bühne, eine Gruppe von Akteuren, einen Musiker, sowie – das Publikum. Und dieses Publikum ist es auch, das zu Beginn die Rahmenbedingungen für den Abend festlegt: Wo befinden wir uns? Wer sind wir? Nach diesen Festlegungen haben die Akteure die erforderliche Ausstattung, um den Abend zu gestalten und – legen los. Gespielt wird auf ‚Teufel komm raus‘, es gibt kein richtig und kein falsch, die Entscheidungen auf der Bühne fallen spontan – ohne Absprache – durch die Akteure und das Publikum „live“ im jeweiligen Moment. Ohne Netz und doppelten Boden! Kann das funktionieren? Ja, es kann, und wie!
Eine Improtheatergruppe ist ein Team gut aufeinander eingespielter Akteure, die nach Impro-Regeln ihr Handeln auf der Bühne gestalten. Statt Proben gibt es Trainings, wo die Spiel-Regeln verinnerlicht und die eigenen schauspielerischen Handlungskompetenzen erweitert werden. Ergänzt wird das Geschehen auf der Bühne durch musikalische Inputs von Impro-Musiker Michael Brantner an der Gitarre. Und wenn die ersten Akkorde klingen, wird schnell klar, dass in diesem Moment auch gesungen, gerappt oder schlicht und einfach „abgedanced“ werden muss.
Die Improgruppe WiR aus Graz rund um den Bleiburger Florian Kutej hat sich 2012 formiert und bereits in der lebendigen Grazer Improtheaterszene etabliert. WiR besteht aus 11 StudentInnen aus der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Deutschland und Südtirol. Doch das ist letztlich völlig egal, denn das Wesentliche ist ihre unbändige Spiellust am Improvisieren und die Freude, die von der Bühne direkt ins Publikum ausstrahlt. Zum Schluss noch ein Zitat von Karl Farkas, dem Altmeister spontaner Improvisation: Schau‘n Sie sich das an!


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