Theater

Geschichten aus dem Horváth-Land


Rund 20 Stücke hat der unvergleichliche Ödön von Horváth in seiner viel zu kurzen Schaffenszeit geschrieben. Sie handeln von Liebe und Tod, von Geld, Geschäften und Abstiegsangst, von Alkohol, Vergnügen und Sehnsucht – und spiegeln individuelle Schicksale vor dem Hintergrund der Weltgeschichte wider. Mit einfachsten Worten trifft Horváth in die Tiefe des Gefühls. Wenige Wortwechsel können bei ihm eine große Szene aufspannen, die komplexe Zwischenmenschlichenkeiten zum Klingen bringt. Die Stille zwischen den Sätzen ist so treffsicher aufgeladen, dass Abgründe aufreißen.

Das Bürgertheater hat sich in diesem Jahr unter der Leitung von Renate Aichinger auf eine lange Reise in das wunderbare Land der Literatur Ödön von Horváths aufgemacht. In gemeinsamer Probenarbeit wurden Sätze, Szenen, Figuren, Motive herausdestilliert und zu einem vielstimmigen Theaterabend arrangiert, in dem vieles neu klingt und doch jeder Satz original Horváth ist. „Geschichten aus dem Horváth-Land“ erzählt von einem Abend beim Heurigen, an dem geflirtet und politisiert wird, sich Freunde finden und Paare von einander lassen, die Liebe und der Tod einander die Klinke in die Hand geben. Bekannte Horváth-Figuren begegnen uns und treffen in pointierten Szenen auf Figuren aus anderen Stücken.

Ein intensiver und ungewöhnlicher Horváth-Abend mit zwanzig theaterbegeisterten BürgerInnen jeden Alters, die seit Beginn der Spielzeit mit Energie, Ernst und noch mehr Entdeckungslust das Horváth-Land – und im Mai die Bühne erobern.

Von und mit: Karin Dunky, Gabrielle Erd, Georg Erd, Robert Fallenstein, Andrea Fiedler, Doris Figl, Alois Gassner, Ulrike Gassner, Alexander Glöckel, Astrid Krizanic-Fallmann, Friederike Meyer, Stephan Pfister, Ulrike Schertling, Caroline Schindele, Friedrich Schreiblehner, Karin Schweinzer, Sigrid Zuser
Regie: Renate Aichinger


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