Klassik

Gesangs- und Rezitationsabend mit Andrea Eckert


Die charismatische Schauspielerin Andrea Eckert gestaltet einen Gesangs- und Rezitationsabend unter dem programmatischen Titel Zum Weinen schön, zum Lachen bitter. Die vielfach preisgekrönte Künstlerin vermittelt darin faszinierende Meisterwerke jüdischer Komponisten, Dichter und Kabarettisten, wie Friedrich Hollaender, Georg Kreisler, Randy Newman, Elfriede Gerstl, Barbara, Thomas Brasch, Else Lasker-Schüler und Nelly Sachs. Ein Abend voller Humor, Witz, Aberwitz, Schmerz, Verzweiflung und Abgrund mit Liedern und Texten von Menschen, deren Seele begabt ist für ein „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“.

Andrea Eckert studierte zunächst Literaturwissenschaften in Paris, bevor sie sich zu einer Schauspielkarriere entschied. Sie genoss eine Schauspielausbildung bei Dorothea Neff und Eva Zilcher (1978 bis 1981). Sie spielte am Burgtheater in Wien (1982 bis 1986), am Landestheater Linz, bei den Bad Hersfelder Festspielen, im Ensembletheater und im Schauspielhaus in Wien sowie in Soloprogrammen. Dokumentarfilme drehte sie u.a. über Walter Schmidinger, Eric Pleskow und Josefine Hawelka. Aus ihrem Engagement am Volkstheater in Wien sind ihre Rollen als Clara in Weiningers Nacht (1988), Judith von Friedrich Hebbel, als Maria Stuart und als Elektra zu nennen. Andrea Eckert wurde dafür 1991/1992 mit dem Karl-Skraup-Preis ausgezeichnet. 1997 erhielt sie für ihre Rolle als Maria Callas im Stück Meisterklasse die Kainz-Medaille. Im September 2011 stellte Andrea Eckert am Wiener Volkstheater ihre Schauspiellehrerin Dorothea Neff in Felix Mitterers für dieses Haus geschriebenem Stück Du bleibst bei mir dar. Es befasst sich mit Neffs Entscheidung, ihre jüdische Freundin Lilli Wolff während des Zweiten Weltkriegs vor den NS-Verfolgung bei sich in der Wohnung zu verstecken. Im Wiener Volkstheater spielt sie seit September 2012 im Stück Bon Voyage die Diseuse Greta Keller in einer One-Woman-Show. Seit Dezember 2015 ist sie Intendantin der Raimundspiele Gutenstein.

Nach einem klassischen Klavierstudium in Trossingen, Los Angeles und Leipzig, wurde Benjamin Schatz 2004 Student des berühmten amerikanischen Jazzpianisten Richie Beirach an der Musikhochschule Leipzig, wo er im Juni 2008 sein Diplom machte. Seit Oktober 2008 lebt er in Wien und studiert im Masterstudiengang Jazzklavier und Jazzkomposition am Konservatorium Wien. Im Juni 2011 brachte Benjamin Schatz seine Debüt-CD Distant Light mit Eigenkompositionen heraus. Zahlreiche Preise wurden ihm zuerkannt, u.a. der
Hauptförderpreis beim Internationalen Jazztreffen "Generations 2008" in Frauenfeld/Schweiz, der 1. Preis der "International Piano Competition of the Val Tidone" in Pianello, Italien (2000) sowie der 1. Preis beim Concerto Competition der California State University Long Beach/USA verbunden mit zwei Aufführungen der "Rhapsody in Blue" mit Orchester (2004).


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