Literatur · Theater

Gertraud Weghuber liest Else Feldmann und erzählt


Else Feldmann gehört zu den unverdient vergessenen Autorinnen Österreichs aus der Zeit der Ersten Republik: Nur wenige Lebensdaten sind von ihr bekannt, ihre einzige Hinterlassenschaft ist ihre journalistische und schriftstellerische Arbeit. Else Feldmann wurde 1884 in Wien als Kind jüdischer Eltern geboren und wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Trotzdem konnte sie kurzzeitig eine Lehrerinnenbildungsanstalt besuchen, arbeitete aber dann in einer Fabrik. Ab 1912 sind Artikel von ihr nachgewiesen, die vor allem sozialkritische Themen über die Elendsbezirke der Stadt und das jüdische Proletariat behandeln. Daneben schrieb sie Romane, die zum Teil in Fortsetzungen in der «Arbeiter-Zeitung» erschienen sind. Sie hatte intensiven Kontakt zur Wiener LiteratInnenszene. Am 14. Juni 1942 wird sie von der Gestapo verschleppt und im Vernichtungslager Sobibor ermordet. Viele ihrer Texte sind verschollen oder vernichtet. - Alle anderen sind eine Entdeckung!

Gertraud Weghuber, geboren 1951 in Eitzing im Innviertel, lebt in Molln, pensionierte Hauptschullehrerin, Bibliothekarausbildung, Literaturfernstudium, Museumspädagogik, Interkulturelles Lernen, zertifizierte Erwachsenenbildnerin.


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