World Music · Diverse Musik

Germán Diáz Trio


Der 1978 in Valladolid geborene Diáz hat zum Thema „Ober-, Unter-, Natur-und Borduntöne“ einige der originellsten Musikkonzepte vorzuweisen: „Cardiofónico“ etwa, eine CD aus dem Jahr 2014, basiert auf Schallaufnahmen von Herztönen aus den 1940er Jahren. Diese kombiniert er mit mechanischen Musikinstrumenten, die von selbstgemachten handgestanzten „Sound Cards“ zum Klingen gebracht werden.

Mit seinem einfühlsamen, jeglicher Folkloristik abholden Drehleierspiel - hier durchaus mit dem Österreicher Matthias Loibner vergleichbar – entsteht eine feinsinnige, bezaubernde Kammermusik, die ihresgleichen sucht. Diáz´ Kunst stößt denn auch über die Weltmusikszene hinaus auf offene Ohren: So vertrat er 2005 die Region Kastilien und Leon bei der Popkomm in Berlin und spielte für Spanien beim European Jazznights Festival in Oslo anno 2009.

Sein heutiges Programm – von rarer Schönheit – stellt die Drehleier in der Begegnung mit Trompete, Tuba und Oboe in den Mittelpunkt. Vor allem Letztere scheint ein seltener, ja ungewöhnlicher Partner zu sein. Berücksichtigt man jedoch ihre klangliche Ähnlichkeit zu manchen Dudelsack-Pfeifen, wird die Sache schon klarer.

Diáz´ Kollegen bringen sowohl klassische Ausbildung als auch stilübergreifende Erfahrung mit. So hat Benxa Otero auch schon Ambient gemacht oder Kurzfilm-Soundtracks gefertigt; der seit den 1980ern in Spanien lebende David J. Herrington ist in Jazz, Blues, Ska und Reggae gleichermaßen sattelfest.

Besetzung:

Germán Díaz, Drehleier, chromatische Rolmonica, Musikbox, Drehorgel, Live Looping
David J. Herrington, Tuba, Trompete
Benxamín Otero, Oboe, englisches Horn


Vergangene Termine