Kunstausstellung

Gerda Obermoser und Daniele Schmiedt: Baumiges und Tierisches


Gerda Obermoser, geb. in Spittal/Drau, lebt seit 20 Jahren in Villach. Sie hat sich neben der Malerei in Öl- und Eitemperafarben vorwiegend für die alte Kunst der Batik entschieden. Die Künstlerin arbeitet jedoch nicht traditionell auf Textilien, sondern in einer einzigartigen Umsetzung der Technik „Batik auf Holz“. Sublime Farbwerte und kalkulierte grafische Strukturen ermöglichen eine ungewöhnliche Ausdrucksweise. In der Ausstellung präsentiert sie ihre aktuellen Baumstelen und überrascht zusätzlich mit einer temporären „baumigen“ Installation zur Vernissage.

Gerda Obermoser hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten intensiv mit dem Thema „Baum“ auseinandergesetzt. Der Baum steht oft stellvertretend für die gefährdete Umwelt und für die unauflösbare Verbindung von Mensch und Natur.
Die Darstellungsinhalte sind geprägt von Naturformen, die sowohl realistisch als auch abstrahiert umgesetzt werden. Strukturen, wie sie in der Natur vorkommen, werden in unterschiedlichen Ebenen im Kunstwerk sichtbar. Im Bildträger selbst, der in erster Linie aus Holz besteht und in den aufgetragenen Schichten aus Wachs und Farbe. Das sorgfältig aufgetragene Wachs, mal linear, mal punktuell, dient lediglich als Gestaltungsmittel und wird von der Künstlerin nach dem Farbauftrag wieder entfernt. Gerda Obermoser gelingt es, zu einer besonderen, künstlerischen Ausdrucksprache zu finden, die in der heutigen Flut zeitgenössischer Bildproduktion eine unverwechselbare, einzigartige Position einnimmt. Eine intensive Verbindung zur Natur ist unübersehbar.
Zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland

Daniele Schmidt, in Florenz geboren, arbeitet hauptsächlich mit alten Metallteilen und Beton. Er fertigt daraus technisch hervorragend gearbeitete Insekten, Vögel, Amphibien und andere Tiere. Ihm gelingt es, poetische, originelle Skulpturen zu kreieren und altem Eisen- oder Stahlschrott neues Leben einzuhauchen. Schmied sieht die Herausforderung nicht nur in der Herausarbeitung der jeweiligen Wesensart des Tieres, sondern auch im künstlerischen Schöpfungsprozess. Basierend auf der Idee „aus etwas Wert zu schöpfen, was keinen wirtschaftlichen Wert mehr hat“. Jedes Tier von Daniele Schmiedt ist ein Einzelstück. Die gefundenen, meist ausrangierten, landwirtschaftlichen Gegenstände wie verrostete Schaufeln, Rechen, Hacken, Hufeisen udgl. erscheinen nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion, sondern als ästhetischer Gegenstand in Form eines Tieres, das den Betrachter in seinen Bann zieht.
Diverse Ausstellungen in Deutschland, Italien, Ungarn, Österreich und New York.

Gerda Obermoser-Kotric
Geboren 1940 in Spittal/Drau
Schülerin von Friedrich Kusdas und Prof. Rudolf Canaval, Villach
Lehramt der päd. Akademie für Mode und Bekleidungstechnik in Wien
Seit 1993 freischaffende Künstlerin
1994 Übersiedlung nach Villach


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