Jazz

George Clinton & Parliament Funkadelic


George Clinton ist nicht bloß ein großer Exzentriker sondern der prinzipielle Architekt des P-Funk, einem Amalgam aus Funk, Rock und psychedelischen Klangeffekten. Jazzgetönte Bläsersätze treffen da auf verwegen blubbernde Polyrhythmen, in die Eingeweide fahrende Basslinien auf gezierte Gesangsmelodien.

Der 1940 in North Carolina geborene Sänger und Komponist gründete als Teenager die wegweisende Band Parliament. 1967 glückte ihnen der Hit „(I Just Want To) Testify“. Wegen Rechtstreitigkeiten gründete er parallel ein anderes Ensemble namens Funkadelic, mit dem er das drogendurchwirkte Hippieleben Detroits klanglich verewigte.

Mit seiner Hymne „One Nation Under A Groove“ summierte er sämtliche Anliegen. Ein anderes Highlight aus den Siebzigerjahren war das spacige Parliament-Album „Mothership Connection“. In den Achtzigern hatte er mit „Loopzilla“ und „Atomic Dog“ größere Hits, auch sein Album „Computer Games“ war überraschend erfolgreich.

1985 produzierte er „Freaky Styley“, ein Album der Red Hot Chili Peppers. 1989 veröffentlichte er mit „The Cinderella Theory“ ein Album auf dem Paisley Park Label von Prince. Die Samplekultur des Hiphop spielte Clinton ab den Neunzigerjahren viel Geld ein. So verwerteten etwa Digital Underground und Terminator X Clintons Ideen in neuen musikalischen Zusammenhängen.

1996 vereinigte sich Clinton wieder mit seinen alten Freunden Bernie Worrell und Bootsy Collins für das Album „The Awesome Power Of A Fully Operational Mothership“. Heuer nahm der Großmeister mit „Do The Damn Thing“ einen Song mit dem schläfrigen Rapper Snoop Dogg auf.


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