Literatur

Georg Ransmayr - Der arme Trillionär


Das Spekulationsepos der Zwischenkriegszeit
Georg Ransmayr begibt sich auf die Spuren des legendären Inflationskönigs Sigmund Bosel. Als blutjunger Bankchef und Börsenguru wird der Wiener Finanzjongleur Anfang der 1920er-Jahre zum „Trillionär“ hochgejubelt. Hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen lebt der spendable Plutokrat, wie es ihm gefällt. Doch reich zu sein, ist Bosel nicht genug. Der schillernde Millionensassa will die alteingesessene Hochfinanz an die Wand spielen. Dabei verstrickt er sich in grenzwertige Spekulationsdeals. Bosels Verlustgeschäfte werden ein riesiger Skandal. Der jüdische Glücksritter wird im damaligen antisemitischen Klima zum alleinigen Sündenbock gestempelt. Hinter den Kulissen bleibt er aber ein mächtiger Strippenzieher. Kurz vor dem „Anschluss“ 1938 fährt Bosel noch einmal von Paris zurück nach Wien. Aus dem Wirtschaftskrimi rund um den schillernden Finanzabenteurer wird eine mörderische Holocaust-Tragödie ...

Georg Ransmayr, geb. 1966, ORF-Journalist, ausgezeichnet mit dem „Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis“ 2013. Für die Sendung „kreuz und quer“ drehte er die Dokumentation „Der Massenmörder und der Trillionär“.


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