Diverses · Literatur

Gedenkveranstaltung: Wider das Vergessen 1938 - 2018


Damit sie niemals vergessen werden: Let us ignite a Light of Remembrance.

Das Lesefestival 2018/2019 - Motto: "Let us build bridges, not walls" mit Sir Kristian Goldmund Aumann wird mit einer Gedenkveranstaltung, unter dem Titel: Wider das Vergessen 1938-2018 - 80 Jahre Novemberpogrome, Reichskristallnacht, in "Stille" und "Eingedenken" jener eröffnen, deren verheerendes SCHICKSAL, in dieser menschenverachtenden NACHT und dem darauffolgenden TAG besiegelt wurde.

Vor 80 Jahren brannten Synagogen, unzählige Geschäfte wurden demoliert und geplündert, Juden ermordet, jüdische Friedhöfe, Krankenhäuser und Schulen mutwillig zerstört. Der Terror der Pogromnacht war ,eine, von oben verordnete, instrumentalisierte Gewaltwelle; mit dem Ziel - das jüdische Kulturleben, auf dem Gebiet des Deutschen Reiches vollkommen zu zerstören und die jüdischen Bürger nachhaltig zu verängstigen.
Die pogromartigen Gewaltmaßnahmen; welche von der NS-Propaganda fälschlicherweise mit „spontaner Volkszorn“ tituliert - und auf die Ermordung des deutschen Diplomaten Ernst Eduard vom Rath durch den Juden Herschel Grynszpan abzielten - wurden von SS- oder SA-Abteilungen organisiert und gelenkt, in den meisten Fällen auch selbst durchgeführt. Jedoch, waren es oftmals aber auch Nachbarn und Mitbürger, die sich an den Randalen beteiligten. Der Großteil der Bevölkerung schaute tatenlos zu. Diese Terrornacht, die bis auf den heutigen Tag, aus einer merkwürdigen Mischung aus Zynismus und Euphemie als "Reichskristallnacht" bezeichnet - wurde zum brutalen Auftakt einer blutigen systematischen Judenverfolgung in Deutschland, Österreich und schließlich in ganz Europa, der am Ende sechs Millionen Juden zum Opfer fielen. Viele – bis auf zu wenige Ausnahmen – hüllten sich in Schweigen oder verteidigten gar mit, allerlei, Verrenkungen die Verfolgung der Juden.
Imre Kertész, Auschwitz-Überlebender, Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger
„Wenn jemand über Auschwitz schreibt, muss ihm klar sein, dass Auschwitz die Literatur – wenigstens in einem bestimmten Sinn – aufhebt. Über Auschwitz kann man nur einen schwarzen Roman schreiben, einen, mit allem Respekt gesagt: Kolportageroman in Fortsetzungen, der in Auschwitz beginnt und bis zum heutigen Tag dauert. Womit ich sagen will, dass seit Auschwitz nichts geschehen ist, was Auschwitz aufgehoben, was Auschwitz widerlegt hätte. Der Holocaust konnte in meinem Werk niemals in der Vergangenheitsform erscheinen.“ - Rede zur Verleihung des Literaturnobelpreises am 7. Dezember 2002

Mit Gedichten von Primo Levi, Paul Celan, Dan Pagis, Marin Niemöller, Erich Fried, Charles Reznikoff, Heinz Hof, Sir Kristian Goldmund Aumann uvm.


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