Diverses · Führung

Gedenktag Jom HaSchoa


Seit 1951 wird in Israel am 27. Nissan mit einem staatlichen Gedenktag (Jom Ha-Shoa) an die Opfer der Schoah und die Ghetto-Widerstandskämpfer erinnert. Die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem veranstaltet jedes Jahr an diesem Tag eine Gedenkzeremonie, an der auch Vertreter der Regierung teilnehmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird auch der nichtjüdischen Helden gedacht, die durch den Einsatz ihres Lebens Juden gerettet haben. In Schulen und pädagogischen Einrichtungen werden zahlreiche Programme angeboten, damit die Schoah bei der jüngeren Generation nicht in Vergessenheit gerät. Im Laufe des Vormittags ertönen landesweit Sirenen und das öffentliche Leben ruht für zwei Minuten.

In Österreich wurde der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des National-sozialismus am 11. November 1997 durch einstimmigen Beschluss aller Parteien des Österreichischen Parlaments eingeführt und auf den 5. Mai festgelegt, da am 5. Mai 1945 Soldaten der US Army die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen befreiten.

Das Jüdische Museum Wien lädt Sie am Donnerstag, 5. Mai, um 17:00 Uhr zu einer Führung durch die Dauer-ausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ ein. Simon Wiesenthal, der in der Ausstellung vertreten ist, wurde im KZ Mauthausen befreit und machte sich zunächst in Linz und danach in Wien daran, über sein Büro österreichische Nationalsozialisten ausfindig zu machen und vor Gericht zu bringen. Die Ausstellung bietet darüber hinaus vielfältige Annäherungen an Geschichte und Zeit, an Zeitgeschichte und Österreichs schwierige Annäherung an die nationalsozialistischen Verbrechen und ihre Aufarbeitung.

Eintritt frei


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