Kunstausstellung · Architektur Ausstellung

Gaudí. Eine zukunftsweisende Architektur


Die Ausstellung „Gaudí. Eine zukunftsweisende Architektur“ macht auf allgemein verständliche Weise den ungeheuren Umfang von Gaudís Werk deutlich.

Das Werk Antoni Gaudís ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt und in der internationalen Fachwelt anerkannt – die Unesco hat viele seiner Bauten zum Weltkulturerbe erklärt. Allerdings lässt das aufsehenerregende Äußere der Bauwerke oft vergessen, dass hinter Gaudís Architektur sein ausdrücklicher Wunsch nach Funktionalität steht. Der Baumeister ging nach einer empirischen Methode vor, mit deren Hilfe er seine eigenen Entwürfe mehrfach überdachte und neue Lösungen erprobte.

Die Ausstellung „Gaudí. Eine zukunftsweisende Architektur“ macht auf allgemein verständliche Weise den ungeheuren Umfang von Gaudís Werk deutlich und zeigt, welch ungewöhnliche und zukunftsweisende Methoden er anwandte, um seine Entwürfe umzusetzen. Die Schau ist in mehrere Abschnitte unterteilt: Während der erste die Biographie des katalanischen Architekten behandelt, werden im zweiten Abschnitt seine bekanntesten Bauwerken (Casa Batlló, La Pedrera, Kirche der Colònia Güell, Park Güell und Sagrada Família) in Videos, Bauplänen und Modellen vorgestellt. Im dritten Abschnitt geht es um Gaudís frühe Werke, die von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Parabelbogens waren, auf den Gaudí so oft zurückgriff, z. B. beim Bau des Col legi de les Teresianes und der Torre de Bellesguard.

Präsentiert werden außerdem das (stereofunikuläre) Modell, das Gaudí einsetzte, um die Struktur der Kirche der Colònia Güell zu berechnen, die Werkstatt Gaudís und die Bauhütten, die er an der Baustelle jedes seiner Gebäude einrichtete, um vor Ort Modelle aus Gips, Holz oder Ton herzustellen. Anhand dieser Modelle berechnete der Architekt empirisch die tragende Struktur und die Gestalt des jeweiligen Gebäudes. Er selbst nannte diese Arbeitsweise „meine experimentelle Methode“ – neben dem Einsatz modernster Technologien wird diese noch heute in der Bauhütte der Sagrada Família angewandt. Abschluss der Ausstellung bildet ein Kapitel zum umfassenden gestalterischen Schaffen Gaudís, vor allem dem Möbeldesign.

Organisation: Generalitat von Katalonien, Regierung der Region Katalonien
Kurator: Daniel Giralt-Miracle
Koordination: Nationalmuseum für katalanische Kunst, Barcelona Design und grafische Umsetzung: Virgili
Montage: Croquis, SL
Projektkoordination Az W: Alexandra Viehhauser

Führungen:
Sa, 04.10.2014, 21 Uhr
Mi, 15.10.2014, 18 Uhr
Sa, 01.11.2014, 17 Uhr

Im Zeitraum der Ausstellung wird ein Kombiticket angeboten:
Architekturzentrum Wien + Kunsthaus Wien (ohne Sonderausstellung) Zwei Häuser - ein Ticket: EUR 15.-

Öffnungszeiten: täglich 10-19 Uhr
Eröffnung: Mittwoch, 1. Oktober 2014, 19 Uhr
Tickets: EUR 7,00 / EUR 4,50 ermäßigt / freier Eintritt für medium partner

Zur Eröffnung sprechen:
Dietmar Steiner, Direktor Az W
Daniel Giralt-Miracle, Kurator der Ausstellung


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