Kunstausstellung

Für Gerda Fassel


Zu sehen sind Skulpturen, Zeichnungen, Bilder von Gerda Fassel, Monika Verhoeven und Robert Schmitt.

Gerda Fassel ist eine herausragende österreichische Bildhauerin, die auch von 1996 – 2006 die Meisterklasse für Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien leitete und so eine Generation junge Künstler und Künstlerinnen prägte.

Bei Gerda Fassel steht die weibliche Figur im Mittelpunkt ihres Schaffens. Meist in Form draller Weiblichkeit, oft als Torso gestaltet, entsprechen ihre Figuren selten dem Ideal, denn „dem Gefälligen zu misstrauen“ ist Gerda Fassel Maxime. Oft zeigen ihre Frauentorsi aufgrissene Bruchstellen und weisen so auch auf die Verletzlichkeit des Menschen hin. Gerda Fassel hat sich in ihrem Werk nie an den Zeitgeist orientiert, sondern stets an ihrer eigenen Wahrnehmung von Körperlichkeit.

Monika Verhoeven ist eine großartige Bildhauerin, die auch von Gerda Fassel sehr geschätzt wird, wie aus der nachfolgenden Werkbeschreibung hervorgeht.
„Ihr Zuhause ist der 'primäre' Raum, er gibt ihr Bodenhaftung für das Werk. Das Werk braucht das Material, ist das Material – preist es, indem es in ihm seine widersprüchliche Einheit entfaltet.“
Ihre Arbeiten unterliegen keiner Vorgabe oder einem Idealbild, sondern nur der gesammelten Erfahrungen - haptisch, raumgreifend, ihren eigenen Gesetzen folgend.

Robert Schmitt (1924-1990) war ein Maler, der von vielen geschätzt, aber selbst selten zufrieden war. In der Kunst Kompromisse zu schließen, war für ihn undenkbar und so hatte er zeitlebens einen Brotberuf, um in der Kunst frei zu sein.
Er war neuen Zeitströmungen aufgeschlossen, doch stets machte er daraus etwas Eigenes daraus. In Anlehnung an den Kubismus hat er, seinem Wunsch nach plastischer Erfassung eines Gegenstandes folgend, seine Multiplanperspektive geschaffen.
Er hat immer wieder experimentiert um zu einer noch intensiveren sinnlichen Wahrnehmung zu gelangen und blieb dabei doch der ursprünglichen Auffassung der Malerei treu, ein Ding - mittels Farben und Formen - in seiner Dinghaftigkeit auf die Leinwand zu bringen.


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