Kunstausstellung

Für Garderobe wird nicht gehaftet


Widerständiges in Mode und Produktion

Die Kritik an der Modeindustrie ist mannigfach. Sie reicht von der Normierung von Körpern und Lebensformen, über die Verstärkung von ungleichen Machtverhältnissen, Sexismus und Geschlechterstereotypen, Rassismus und Klasse, bis zur Produktion von Abhängigkeit und Ausbeutung. Zugleich ist Mode Handlung und Sprache: wir verbinden mit ihr Kreativität und Begehren, Freude am persönlichen Ausdruck, wie auch die Möglichkeit widerständiger Gestaltung.

Das Ausstellungs- und Diskursprojekt basiert auf einer Auseinandersetzung, die die Kritik ernst nimmt, um Formen der Handlungsmacht in Gang zu setzen. Es verfolgt dabei die Fragen: Wie wird Mode produziert?, Wie produziert Mode uns? und Was tun?

Die 21 KuratorInnen des /ecm Lehrgangs zeigen Mode als Knotenpunkt eines komplexen Beziehungsgeflechts anhand einer Auswahl künstlerischer, kulturhistorischer und diskursiver Beiträge. Sie legen widerständige Schichten offen, diskutieren kollektive Praxen und alternative Organisationsstrukturen in drei kuratorischen Formaten: einer Ausstellung im AIL, Interventionen im öffentlichen Raum sowie einem umfassenden Diskursprogramm. Ausgangspunkt dafür sind ortsspezifische Untersuchungen im Textilviertel, Kooperationen mit lokalen ProduzentInnen und verschiedenen AkteurInnen der Universität für angewandte Kunst Wien.

Zur Eröffnung, 19 Uhr
Gerald Bast, Rektor
Barbara Putz-Plecko, Vizerektorin
Beatrice Jaschke, Leitungsteam /ecm-Masterlehrgang
im Dialog mit KuratorInnen der Ausstellung

/ Performances
B[e]ware - Singer vc. Abhörapparat
Klaus Erich Dietl und Stephanie Müller

/ Shapeshifting
Ute Neuber

/ Musik
das_em


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