Theater

Front


Polyphonie nach Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque, Le Feu von Henri Barbusse und Zeitdokumenten

Belgien 1914 bis 1918: Franzosen, Engländer, Belgier und Deutsche liegen sich, kaum 100 Meter voneinander entfernt, in Schützengräben gegenüber, schießen aufeinander, graben sich ein und werden von Ratten, Läusen, Feuchtigkeit und Hunger geplagt. Figuren aus Remarques Weltkriegsroman Im Westen nichts Neues, Henri Barbusses Tagebuch einer Korporalschaft: Le Feu und Charaktere weiterer literarischer und historischer Quellen begegnen sich in diesem internationalen Abend, der in vier Sprachen stattfindet.

Es sind die Frontschweine, einfache Soldaten, die hier zu Wort kommen, wie der Landwehrmann Stanislaus Katczinsky, der über den sechsten Sinn für dicke Luft und schöne Druckposten verfügt, oder der belgische Kompanieführer De Wit, der sich besinnungslos in den Krieg stürzt, aus Verzweiflung über die vermeintliche Untreue seiner Frau im besetzen Heimatdorf. Wir begegnen der flämischen Mutter, die vom Handel mit den Soldaten leben muss, und der englischen Krankenschwester, die nach dem Tod ihres Verlobten an die Front zieht, um verwundete Soldaten zu pflegen.

In dieser Koproduktion führt der in Hamburg lebende flämische Regisseur Luk Perceval die deutschen SchauspielerInnen in sein ehemals besetztes Heimatland Belgien, das im „Groten Oorlog“, dem Großen Krieg, eine Sonderrolle spielt: Es wird trotz seiner Neutralität zum Schlachtfeld fremder Mächte.

mit
Patrick Bartsch, Bernd Grawert, Burghart Klaußner, Benjamin-Lew Klon, Oscar von Rompay, Peter Seynaeve, Steffen Siegmund, Oana Salomon, Katelijne Verbeke, Steven van Watermeulen, Gilles Welinski sowie Ferdinand Frösch (Live-Musik)

Regie
Luk Perceval

Bühne
Annette Kurz

Kostüme
Ilse Vandenbussche

Musik
Ferdinand Försch

Video
Philip Bußmann


Vergangene Termine