Alte Musik · Klassik

Frobergers Reisen


Die letzten beiden Nachtkonzerte präsentieren verschiedene Facetten der Musik von Johann Jakob Froberger, einem der wegweisenden Komponisten des siebzehnten Jahrhunderts für Tasteninstrumente.

Anne Marie Dragosits – Cembalo

Die letzten beiden Nachtkonzerte präsentieren verschiedene Facetten der Musik von Johann Jakob Froberger, einem der wegweisenden Komponisten des siebzehnten Jahrhunderts für Tasteninstrumente. Eugène Michelangeli lässt Froberger und zwei seiner Zeitgenossen am Claviorganum ins Gespräch kommen: Girolamo Frescobaldi und Louis Couperin. Ausgewählte Stücke dieser drei großen Meister bringen deren musikalische Verwandtschaften in einem grenzenlosen musikalischen Europa ans Licht. Anne Marie Dragosits widmet sich einer Auswahl aus Frobergers Suiten, Toccaten und seinen lyrischen Lamenti und Meditationen, deren suggestive Titel uns auf seine Reisen durch äußere und innere Welten entführen.

Tickets & Reservierungen
Vorbestellungen sind telefonisch unter der Nummer ++43 (0)699 / 11 16 62 75 oder per Email an [email protected] möglich.
Kartenpreie € 13,00
Die Abendkassa öffnet um 21:30 Uhr.

Anne Marie Dragosits wurde 1974 in Tirol geboren, sie studierte Cembalo bei Wolfgang Glüxam an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien und bei Ton Koopman und Tini Mathot am Koninklijk Conservatorium Den Haag. Sie besuchte Generalbasskurse bei Lars Ulrik Mortensen und Jesper Christensen.

Sie tritt als Solistin und als begehrte Continuospielerin in ganz Europa auf und spielt regelmässig mit Kammermusikformationen wie vivante, les sentimens, musica alchemica, Barocksolisten München oder l’Arcadia sowie mit Orchestern wie barucco, l’Orfeo Barockorchester, Capella Leopoldina, Marini Consort Innsbruck oder Camerata Salzburg.

Ihr Ensemble vivante gewann im Mai 2005 den ersten Preis beim J.H.Schmelzer Wettbewerb der Internationalen Barocktage Stift Melk, seitdem spielte vivante bei wichtigen europäischen Festivals wie den Resonanzen im Wiener Konzerthaus, beim Festival van Vlaanderen Brugge, der Residenzwoche München, Rheinvokal, Itinéraire baroque oder in der Villa I Tatti in Florenz. 2014 war vivante u.a. zu Gast beim Utrecht Festival oder im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, 2015 begann für das Ensemble mit einem Kapsperger-Konzert bei den Resonanzen.

Anne Marie Dragosits ist auf zahlreichen Einspielungen zu hören, ihre erste Solo-CD mit italienischer Cembalomusik aus dem siebzehnten Jahrhundert nahm sie im November 2010 auf dem originalen Giusti von 1681 im Germanischen Nationalmuseum auf, die CD erschien im Juli 2013. Im September 2015 wird sie auf einem orginalen Girolamo de Zenti (1653) in England eine Froberger-CD einspielen.

Sie unterrichtet Cembalo auf Meisterkursen wie zum Beispiel für die Trigonale / Kärnten (seit 2010), Aestas musica in Varazdin (seit 2012), am Real Conservatorio Superior de Música de Madrid (2008), dem Conservatoire National Régional in Paris (2007) und an den Musikakademien Belgrad (2009 und 2014) oder Warschau (2013). Regelmässig korrepetiert sie bei Meisterkursen und Wettbewerben, wie bei den Festwochen der Alten Musik Innsbruck, den Internationalen Tagen für Alte Musik Weinberg, der Akademie für Alte Musik Bruneck, dem Internationalen Wettbewerb für Alte Musik in Brunnenthal oder am Mozarteum Salzburg.
Ihre Unterrichtstätigkeit führte sie an die Kunstuniversität Graz und die Privatuniversität Konservatorium Wien, derzeit hat sie einen Lehrauftrag am Insititut für Alte Musik am Mozarteum Salzburg inne.
Im Studienjahr 2015/2016 wird sie als Gastdozentin Cembalo an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz unterrichten.

Anne Marie Dragosits schloss im Dezember 2012 ihr künstlerisches Doktorat über „Giovanni Girolamo Kapsperger (ca.1581-1651): Betrachtungen zu seinem Leben und Umfeld, seiner Vokalmusik und seinem praktischen Material zum Basso continuo-Spiel“ im Rahmen des Programms docARTES in Holland / Belgien ab.
Sie spielt ein zweimanualiges frankoflämisches Cembalo nach Ruckers von Titus Crijnen, Amsterdam 2000, und ein italienisches Cembalo nach Vorbildern des frühen siebzehnten Jahrhunderts von Gianfranco Facchini, Ravenna 2007.


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