Vortrag

Fritz Wieninger - Lebensräume und Lebensweisheit in der Mongolei


Es ist der Reisebericht eines großen Liebhabers der Mongolei, der in höchsten Maße beeindruckt ist sowohl von der Weite und Schönheit der Landschaft, wie auch von der im Einklang mit der Natur stehenden Lebensart der Nomaden. Ausdruck dieser Liebe ist ein Buch, das er jüngst herausgebracht hat. Es steht unter der nominellen Autorschaft von Dagiimaa Tsendendoo, einer Mongolin, die bei seiner Reise als Führerin fungiert hat.

Allabendlich hat sie vom Leben der Nomaden erzählt, von ihren Traditionen und von deren Lebensart. Wie sollte man als Europäer auch sonst an diese Informationen kommen, wo sich doch alles so fremdartig gibt? Der Vortragende hat aber fleißig mitgeschrieben und alles für sich aufgezeichnet. Auch hat Dagiimaa während der Reise stundenlang gesungen, Lieder der Nomaden. Fritz Wieninger hat sie aufgefordert, die Texte der Lieder und der Redensarten in einer Art „Rohübesetzung“ aufzuschreiben – Dagiimaa hatte einst in der DDR Deutsch gelernt, wo sie zwei Berufe zu erlernen hatte. Mit der Erfahrung eines ehemaligen Verlegers hat er die Texte entsprechend sprachlich aufbereitet und damit den Liedtexten ihre menschliche Kraft und poetische Schönheit wiedergegeben. Diese Lieder und die weisen Redensarten der Nomaden sind ein lebensnaher Ausdruck ihres Lebensgefühls und ihrer auf Traditionen fußenden Spiritualität mit jener fruchtbaren Symbiose aus Naturempfinden, buddhistischen Erfahrungen und einer animistischen Weltsicht. Aber auch ihrer Weisheit, einer Weisheit, die aus der Steppe und aus der Wüste kommt.


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