Kunstausstellung

Friends and Friends of Friends - Künstlergemeinschaften im Zeitalter der sozialen Medien


Schlossmuseum Linz - Oberösterreichisches Landesmuseum

4020 Linz, Schlossberg 1

Mi., 30.09.2020 - Mi., 06.01.2021

Mo: Geschlossen
Di: 10:00 - 18:00 Uhr
Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
Do: 10:00 - 18:00 Uhr
Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 10:00 - 18:00 Uhr
Ftg: 10:00 - 18:00 Uhr

Die Ausstellung „Friends and Friends of Friends“ hebt das Potential einer global vernetzen Welt am Beispiel einer Gemeinschaft von jungen Künstler*innen hervor, die online und offline künstlerische und gesellschaftliche Debatten vorantreiben.

Künstlergemeinschaften waren einst auf Treffen und Gespräche im realen Leben angewiesen. Die Künstlerinnen teilten sich Ateliers, unternahmen gemeinsame Ausflüge, formulierten Programme mit Zielen und warben aktiv um Mitglieder. Künstlergemeinschaften im Zeitalter der sozialen Medien vernetzen sich online miteinander und treten in direkten Austausch. Sie lassen die akademische Herangehensweise hinter sich und finden wie die Young British Artists neue Wege und Strategien, um die eigenen Arbeiten zu zeigen und zu vertreiben. Sie teilen ihre Kunst über das soziale Netzwerk Instagram, geben Einblicke in die Entstehung ihrer Werke und unterhalten sich öffentlich in Livestreams über ihren Arbeitsprozess. Im Gegensatz zu den Netzkünstlerinnen, die seit den 1990er Jahren netzbasierte und digitale Werke schaffen, arbeiten die Künstler*innen in der Ausstellung im Medium der Malerei und Skulptur. Ihr Bezugspunkte sind die Pop Art von Andy Warhol bis Cindy Sherman und die Post-Internet Art. Ihre Themen sind Konsum und Identität, Technologie und Sexualität, Medien und Privatsphäre.

Intuitiv schaffen junge Künstlerinnen, die als Digital Natives mit dem Internet aufgewachsen sind, wieder physische Werke. Fake News und Deepfakes, Fehlinformation und Medienmanipulation, führen zu Unsicherheit im Umgang mit Informationen und zum Verlangen nach empirischer Sicherheit und haptischen Erfahrungen. Im Jahr 2017 prägte der Brite Oli Epp den Begriff Post-Digital Pop und beschrieb damit seine Malerei, die eine Reaktion auf das Leben vor und hinter den Bildschirmen von Smartphones, Tablets und Laptops ist. Gemeinsam mit der britischen Autorin und Kuratorin Aindrea Emelife wählte Epp die 20 Künstlerinnen in der Ausstellung aus, die in ihren Werken direkt oder indirekt Position beziehen zu aktuellen Debatten um Black Lives Matter, Netzfeminismus, Geschlechtsidentität und Internetkultur.

Künstler*innen: Gina Beavers, Daniel Boccato, Shawanda Corbett, Nick Doyle, Oli Epp, Al Freeman, Dominique Fung, Roxanne Jackson, Cheyenne Julien, Austin Lee, Dale Lewis, Brandon Lipchik, Rene Matić, Jebila Okongwu, Harrison Pearce, Peter Schuyff, Devan Shimoyama, Sarah Slappey, Ben Spiers