Theater

Friederike Mayröcker - Requiem für Ernst Jandl


Ein Szenisches Melodram von Lesch Schmidt (1957) zu dem gleichnamigen Text von Friederike Mayröcker (1924)

Lesch Schmidt, Musik
Hermann Beil, Szenische Einrichtung

Dagmar Manzel
Lesch Schmidt, Klavier
Nikolai Tunkowitsch, Violine
Alexander Rindberger, Kontrabass, Tuba
Dirko Juchem, Querflöte, Altsaxophon, Baritonsaxophon
Katharina Ernst, Schlagzeug
Christoph Keintzel, Ton

Die Stimme der Dichterin, der Gesang der Schauspielerin, das Musizieren von Klavier, Geige, Kontrabass, Tuba, Saxophon, Schlagzeug und die schönen, klaren Gesichter von Friederike Mayröcker und Ernst Jandl verbinden sich zu einer Szenischen Komposition, zu einem wahren Melodram, in dem Trauer und Glück, Schmerz und Freude, Musik und Poesie sich die Waage halten. Lesch Schmidt verbindet seine von Jazzelementen inspirierte Musik mit Friederike Mayröckers wundersamer Stimme, auf die Dagmar Manzel mit schwebenden Melismen und kräftigem Gesang antwortet und so eine „durchdringende Aufmerksamkeit“ schafft.

Fast fünf Jahrzehnte ihres Lebens waren Friederike Mayröcker und Ernst Jandl verbunden: „Ernst Jandl war ein so offener Mensch … Er hat mich nie angelogen. Er hat alles gesagt, was in ihm vorgegangen ist. Und trotzdem war er für mich ein großes Geheimnis“.

Friederike Mayröckers Trauertext für ihren „Herz- und Handgefährten“, Requiem für Ernst Jandl, ein Jahr nach Jandls Tod 2001 veröffentlicht, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein musikalischer Monolog, der von „Lebens-Wirklichkeit“ erzählt und „Liebes-Wirklichkeit“ beschwört.

Hermann Beil


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