Vortrag

Frauenspezifische Fluchtgründe


Flucht bildet gegenwärtig für Millionen von Menschen die einzig mögliche Reaktion auf unzumutbar empfundene und lebensbedrohliche Zustände in ihren Heimatländern. Flucht ist kein Verbrechen, sondern ein von Strapazen und traumatisierenden Erfahrungen begleiteter Prozess, der letztendlich vor allem von der Hoffnung auf ein besseres Leben getragen wird. Im Sommer 2015 hat diese Hoffnung tausende Menschen über die österreichische Grenze gebracht und eine anhaltende Polarisierung der österreichischen Gesellschaft initiiert: Angesichts einer nicht länger aufzuschiebenden Konfrontation mit der Realität transnationaler Fluchtbewegungen erleben wir heute sowohl den Aufstieg einer Politik der Unsicherheit wie auch eine ungekannte Welle der Solidarisierung. Die Auseinandersetzung mit den Realität(en) der Flucht bzw. der von Flüchtenden kann solidarische Handlungsmacht an die Stelle von Angst und Verunsicherung treten lassen. Ein möglicher Schritt dahin ist ein Vorstellungsvermögen dafür zu entwicklen, was es bedeutet gegenüber Flüchtenden verantwortungsvoll umzugehen.

Vier Abende im Jänner, Februar und März sollen die gegenwärtigen Ereignisse entlang folgender Dimensionen aufarbeiten: Flucht, Gender, Identität und Radikalisierung, Solidarität. Dazu laden wir Grüne PolitikerInnen sowie politische aktive BürgerInnen zur gemeinsamen Diskussion und Reflexion ein.

Moderation: Katharina Brandl ReferentInnen: Ewa Dziedzic, Brigitte Hornyik, Mahsa Abdolzadeh


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