Theater

Frau Zucker


Was blieb von 1968?

Jubiläumsfeiern im „Jahr der Frau“ täuschen nicht über den Istzustand der Gleichstellung von Frauen gegenüber Männern hinweg. Verbesserungen punkto Gleichbehandlung, wie etwa das mühevoll erkämpfte Recht der Frauen auf ihren eigenen Körper ist ein Bestandteil der heutigen Gesellschaft und doch flammen in der aktuellen Debatte wieder kleinbürgerliche Argumente dagegen auf. Die Gewalt gegenüber Frauen ist noch immer ein Thema mit dem sich die Gesellschaft auch heute noch auseinandersetzen muss. Gleichbehandlung auf allen Ebenen ist nicht nur eine Frage von „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, sondern viel mehr; das Binnen-I mag ein Ansatz sein, doch bewirkt es in der Realität des täglichen Umgangs miteinander noch wenig. Aus diesen Gründen ist diese Theaterproduktion als weiterer Gedankenanstoß zu sehen, um gegen die vorherrschenden Strukturen der Konsumgesellschaft anzukämpfen und Ungerechtigkeit aufzuzeigen. Der Weg zur Gleichbehandlung kann nur durch Solidarität zum Ziel führen.

Sieben Frauen und vier Männer erarbeiten dieses Theaterstück, wobei es inhaltlich um sexuelle Übergriffe, Abtreibungen in Folge krimineller Handlungen, Diskriminierung und Unterdrückung in allen Lebensbereichen geht. Diese Vorkommnisse findet man in allen Kulturkreisen, aus welchen sich dieses Ensemble zusammensetzt. Es wirken Kurdinnen, Kurden ebenso wie Menschen aus Gambia, Afghanistan, Armenien, Palästina, Iran und Österreich mit.

Eine Produktion des Wiener Vorstadttheaters


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